Laras Tagebuch, Tag 3

Laras Tagebuch, Tag 3

Tag 3: Markttreiben und Überraschung in der “Bücherstraße”

Die junge Grazerin Lara Arikan schreibt ein Reisetagebuch aus dem Urlaub in ihrer zweiten Heimat, der Türkei.

 

Diesen Tag ebenfalls mit einem morgentlichen (eigentlich war es schon Mittag) Schwimmen beginnend legte ich mich dann in die Sonne und ich muss sagen, dass ich wirklich schon braun geworden bin. Da ich den Vormittag über verschlafen habe beginnt der interessante Teil des Tages erst gegen 16:00 Uhr. Heutiges Tagesziel: Kadiköy. Ein asiatischer Stadtteil genau am Bosporus und wohl lebhafteste in ganz Istanbul. Dort gibt es wirklich alles: Von alten Bauten, die alles Museum funktionieren, über schicke Hotels, wie das Hilton, und großartige, original türkische Restaurants mit Blick aufs Wasser, bis zu kleinen Läden mit allerlei Krimskrams und gefälschten Markensachen.

Was ich dort allerdings noch für Schätze gefunden habe ist interessant. Es gibt dort eine sogenannte „Bücherstraße“. Es ist ein etwa 200m langer Flur voll mit chaotischen, kleinen Büchergeschäften. Es sieht dort eigentlich sehr heimelig aus, doch welches Buch dort ausgestellt war, als wäre es die erste Ausgabe des Korans, hat mich geschockt: “Mein Kampf” von Adolf Hitler.

Ich wusste, dass dieses Buch in Deutschland verboten ist, aber ich war mir nicht sicher wie die Rechtslage in Österreich aussah also wollte ich meinen Freund und Helfer Wikipedia zu Rate ziehen: Seite gesperrt.

Naja weiter geht es, und zwar mit einem großartigen Abendessen! Vorbei an kleinen Oliven-Auslagen, mit gut 15 verschiedenen Sorten (nein, es gibt nicht nur grün und schwarz) und durch kleine Gassen mit Shisha-Bars und verruchten Geschäften, haben wir ein nettes kleines Lokal gefunden, dass uns alle Geschmacksrichtungen Istanbuls bieten konnte. Ich weiß nicht, wie viele diese Vorspeisenteller kennen, die man in der Türkei isst, aber sie bestehen aus mehreren kleinen Salaten, wie Bohnen- oder Tomatensalat, Hummus, Melanzaniauflauf und lauter Köstlichkeiten mit einem warmen Pide dazu. Nach diesem herrlichen Essen sind wir noch herumgeschlendert in dieser Gegend und ich habe Unterhosen mit der Aufschrift „Kalvin Clein“ und Taschen mit „Nango“ oder „Brada“ gefunden.

    

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