Disziplin, Durchhaltevermögen & Commitment – Was du vom Marathon für dein Leben lernen kannst

Disziplin, Durchhaltevermögen & Commitment – Was du vom Marathon für dein Leben lernen kannst

Frühmorgens. Die Laufschuhe wurden geschnürt, die langärmligen Sportshirts übergezogen, die Startnummer montiert. Je näher der Start rückte, umso höher begann auch das Herz zu schlagen, und der Puls erhöhte sich – es war wieder soweit: Marathon Wochenende in Graz.
Kaum eine Sportart genießt in der Bevölkerung so viel Bekanntheit und Popularität wie das Laufen. Es ist jedes Mal aufs neue schön zu sehen, wie sich die Menschen wochen, und monatelang konsequent vorbereiten, mit dem Ziel, einen Marathon zu absolvieren. 
Die einen sehen es als Herausforderung, schneller und sportlicher als die anderen zu sein, und dabei eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen; andere überwinden sich und wollen sich beweisen, dass sie es draufhaben und sind zutiefst stolz, wenn sie es schlussendlich ins Ziel geschafft haben.
Wie auch immer die persönlichen Ziele aussehen: Einem jeden Teilnehmer, jeder Teilnehmerin gebührt Respekt, diese Herausforderung angenommen zu haben.
Insgesamt waren es diesmal über 9.200 Läufer und Läuferinnen, die sich der Challenge stellten, und bei der nunmehr 24. Auflage des Graz Marathons ihre Grenzen überwinden sollten. 
Dadurch war der Graz Marathon nicht nur einmal mehr die größte Laufveranstaltung im Süden Österreichs; es glich auch einem Volksfest, als sich die Teilnehmer aller Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten, Kinder, Jugendliche, Spitzenathleten, Unternehmer, Politiker, uvm. sich das Sporttrikot überstreiften und der Sport das verbindende Element wurde. 
Unterstützt wurden die motivierten Läufer dabei lautstark von den vielen Schaulustigen, Verwandten und Bekannten, Partnern und Kollegen, die ihre Favoriten natürlich vorne mit dabei sehen wollten.
Für weitere Stimmung sorgten dabei natürlich auch die vielen Musikbühnen, die mit schnellen Beats die Stimmung aufheizten und die Kräfte der Athleten aufrecht hielten. 
Eines steht jedenfalls fest: Egal, ob aus der Sicht eines Teilnehmers selbst, oder aus die der Zuschauer, ein Highlight in der Steirischen Landeshauptstadt war es allemal.

Was mich am Marathon fasziniert

Ich selbst finde die Geschehnisse um den Marathon sehr interessant, ohne bislang selbst einen gelaufen zu sein. Ehrlich gesagt, gibt es für mich keine schlimmere Vorstellung, als 42 Kilometer monoton auf hartem Asphalt dahin zu traben und mich selbst zu quälen. Das gar nicht aus dem Grund, dass es sportlich nicht eine interessante Herausforderung ist, der ich mich stellen würde – Ich stelle es mir schlichtweg viel zu langweilig vor.
Dafür bin ich viel zu sehr am anderen Extrem des Sportspektrums zu finden, bevorzuge kurze, dafür harte Distanzen, etwa beim 100 – 200m Sprint, und verausgabe mich lieber in hoch intensiven Intervall Workouts, bevor ich stundenlang einen Schritt vor den anderen setze und Kilometer um Kilometer abspule.
Aber vielleicht ist es genau das, was mich am Marathon fasziniert, denn was ich gewiss nicht abstreiten kann: Von Marathonläufern konnte ich mir schon so manches abschauen.

Was ich von Marathonläufern gelernt habe

Das Absolvieren eines 42km Laufes passiert nicht von selbst. Dazu benötigt es viel Disziplin, Willenskraft, gewissenhafte Vorbereitung, und Durchhaltevermögen, ein Ziel konsequent zu verfolgen, auch wenn mir der Körper bereits sagt: „Es ist anstrengend. Hör auf!“, und ich trotzdem weiterlaufe. 
Ich finde, dass man aus dieser Einstellung sehr viel für das alltägliche Leben mitnehmen- und von der Mentalität eines Marathon-Absolventen einiges für die eigenen Ziele lernen kann. 

1) Disziplin & Commitment

Erfolge werden uns nicht in den Schoß gelegt. In der Schule reichte es manchmal noch, bloß zu hoffen, und dennoch eine gute Schularbeit zu schreiben; bei den anspruchsvollen und begehrten Dingen im Leben danach, wie Erfolgen im Studium, im Job, beim Training, in der Beziehung, reicht das nicht mehr.
  • Denn welcher Spitzenathlet wurde erfolgreich, indem er abwartete und nichts tat?
  • Welcher Unternehmer wurde erfolgreich, weil er jeden Morgen nur zusah, was die anderen taten, und sich ausruhte?
  • Welcher Musiker wurde bekannt, weil er sich ein paar YouTube Videos von guten Bands ansah, und meinte, genauso gut spielen zu können?
Mir ist keiner bekannt (wenn du einen kennst, gib mir gerne Bescheid 🙂 ). 
Alle diese Personen verbindet, dass sie tagein, tagaus das machen, was sie näher an ihr Ziel bringt – selbst dann, wenn es nicht immer lustig ist. 

2) Durchhaltevermögen

Hier setzt das Durchhaltevermögen an – selten kommen Erfolge über Nacht, ein 42 Kilometer langer Marathon wird nicht mit einem einzigen all-out 100 Meter Sprint gewonnen, als vielmehr mit kontinuierlichen, wenn auch im Vergleich zum Sprint „langsameren“, beharrlicheren Schritten
Um hier die Parallele zum Leben zu ziehen: Auch das Leben ist kein Sprint – Wer mit 20 Jahren nach einem intensiven Sprint „fertig und ausgebrannt“ ist, wird seine restlichen 60, 70, 80, 90 Jahre wohl kaum erreichen & erfüllt leben können.

3) Bereitschaft, an sich zu arbeiten 

 Ein weiteres Mittel zum Erfolg ist meiner Meinung nach die Bereitschaft, sich ständig zu verbessern, bzw. überhaupt damit anzufangen. Denn der Start ist oft der schwierigste Schritt zum Ziel!

Ich höre oft die Ausreden mancher Menschen, dass sie zwar gerne mitlaufen würden, aber sie bei den anderen sportlichen Menschen ja „keine Chance“ hätten. 
Natürlich ist es nicht lustig, das Gefühl zu haben, hinterher zu hinken, nicht fit zu sein, „schlechter“ als die anderen zu sein – aber hey, jeder fängt so an!
Natürlich gibt es jetzt manche, die einfach besser mit gewissen Fähigkeiten ausgestattet sind als andere und demnach einen „unfairen genetischen Startvorteil“ mitbringen. Allerdings gibt es auch hier einen Punkt, an dem diese Gabe bedeutungslos wird:
„Hard work beats talent, when talent doesn’t work.“
Nämlich dann, wenn ich bereit bin, trotz meiner „Startnachteile“ an mir zu arbeiten, einen Plan konsequent zu verfolgen, der mich dann ebenso ans Ziel führt – und dann die „Talente“ überhole, die sich auf ihren Fähigkeiten ausruhen, und nichts weiter tun. 
Du willst den Erfolg? Dann tu was dafür. Es liegt an dir! 🙂
Fazit
Wie du siehst, können wir uns von erfolgreichen Marathonläufern einiges abschauen, was wir für uns selbst auch im alltäglichen Leben gewinnbringend umsetzen können. Egal, ob das starke Disziplin und Durchhaltevermögen sind, oder die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten; wenn du das konsequent umsetzt, bin ich der Meinung, dass du die positiven Auswirkungen davon schon bald zu spüren beginnen wirst.
Selbstverständlich sind diese Fertigkeiten nicht ausschließlich auf den Marathon begrenzt und auch in jeder anderen Sportart in irgendeiner Form zu finden – aber ich meine, dass der Marathon ein sehr anschauliches und gut verständliches Beispiel ist.
Hast du schon einen Marathon absolviert? Was hast du aus dem Sport schon für dich gelernt? 
Lass mich das gerne wissen – Ich freue mich über deine Rückmeldung,
liebe Grüße und bis nächsten Mittwoch, 
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