DORIANS BLOG, 29. OKTOBER 2017

DORIANS BLOG, 29. OKTOBER 2017

Mit 26 Jahren hatte er 1988 in seiner Heimat Knittelfeld den elterlichen Kfz-Lackier- und Karosseriebetrieb übernommen. Seit 2011 ist Josef Herk in seiner Funktion als Steirischer Wirtschaftskammer-Präsident oberster Repräsentant von mehr als 50.000 steirischen Betrieben. Seine Wahl verstand er seinerzeit auch als Signal an die Regionen, aus denen in der Vergangenheit wiederholt Kritik an einer Graz-Lastigkeit der Kammer zu vernehmen war. Dabei hat Herk zumindest, was seine frühesten Kindheitserinnerungen angeht, eine besonders große Affinität zur Landeshauptstadt, gab es doch einen ganz besonderen Pflichttermin im Jahr, der unter allen Umständen stattfinden mußte. „Von meiner Großmutter wurde ich als Fünfjähriger mit Lederhose und Hut ausgestattet, danach ging’s mit dem Zug ab nach Graz!“ Doch dem passionierten Hobby-Musiker, der heute gerne mal bei Festen selbst zu Mikro und Gitarre greift, war damals so gar nicht zu jodeln zumute. „Es kam mir vor wie eine Weltreise!“ Allein die Tatsache, dass in Graz selbst auch eine Fahrt mit der Strassenbahn winkte, ließ den jungen Herk frohlocken. Erst bei der ausgedehnten Einkaufstour mit Shopping-Queen Oma im Hause von Kästner&Öhler bekam der heute so standfeste Windsurfer und Wirtschaftsprofi wieder weiche Knie. „Es war das erste Mal, dass ich mit einer Rolltreppe gefahren bin! Ein Erlebnis, das ich nie mehr vergessen werde!“ Lediglich das obligate Schnitzerl im Krebsenkeller, auf das die Großmutter jedesmal bestand, ließ die Gänsehaut entweichen. Doch, dass Josef Herk seither ein Opfer des sogenannten Pawlowschen Effekts sei, ist lediglich ein wildes Gerücht. Keine Rede davon, dass er bis heute beim ersten Biss ins Schnitzel gerne mal Gleichgewichtsprobleme hat!

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