Flohmarkt für Langschläfer

Flohmarkt für Langschläfer

Ich habe immer geglaubt es gibt unter der breiten Masse der österreichischen Bevölkerung nur zwei Arten von Menschen: Die, die Flohmärkte mögen, und die, die sie eben nicht mögen. Aber so einfach kann man das eigentlich nicht definieren. Denn alle Flohmärkte haben zwar grob das gleiche Konzept- man verkauft eigene Gegenstände, die man selbst nicht mehr braucht, etwas preisreduzierter, weiter- aber das war es dann auch schon. Jedenfalls bin ich überzeugt, dass man sicher auch durch mehrere Besuche zu einem/r Flohmarktgänger/in werden kann.

Was für mich viel ausmacht ist der „Flair“ und an welchem Ort der Markt stattfindet. Außerdem gibt es dann noch bekanntlich Sammlerflohmärkte, Trödelmärkte, Fetzenmärkte und richtige Retro- und Vintage-Märkte, auf denen dann wertvolle Möbel und Kunstwerke sogar relativ kostspielig angeboten werden.

 

Meistens muss man auch relativ früh schon vor Ort sein, um wirklich auch nichts zu verpassen und nicht die besten Stücke weggeschnappt zu bekommen. Aber als Aussteller ist alles wieder eine neue Geschichte. Wenn man nämlich selbst einen Stand ergattern möchte oder einen guten Platz haben möchte, um auszustellen, kann es besonders in den Frühlings- und Sommermonaten schon im Morgengrauen, nämlich ab vier Uhr morgens, beginnen.

Ich bin zwar keine eingefleischte Flohmarktkennerin, aber ich gehe zumindest gerne auf Flohmärkte. Leider nicht so oft, aber hin und wieder. Letztes Wochenende hat es mich auf den Langschläferflohmarkt in Eggenberg, der am Hofbauerplatz immer am ersten Sonntag des Monats stattfindet, verschlagen. Mein erstes Glück hatte ich schon beim Wetter: Obwohl es „novembert“, war es an diesem Sonntag recht warm und doch auch sonnig und temperaturmäßig für einen Flohmarktbesuch angenehm. Außerdem wird auf diesem Flohmarkt auch Essen und Kaffee angeboten- wer also erfriert oder Hunger hat- sei es als Besucher oder Aussteller, hat eine Möglichkeit auf Verköstigung um ein paar Euro.

Als Flohmarktgängerin sind mir auch rasch ein paar Sachen ins Auge gefallen und wenn man diese Kleidungsstücke, Bücher oder andere Dinge kaufen möchte, dann spricht man bekanntlich am besten auch den Verkäufer an und fragt, wie viel das Objekt der Begierde kostet. Wenn’s nicht passt, dann beginnt der wahre Spaß: das Verhandeln oder im besten Fall: das Runterhandeln.

Besonders toll sind Flohmärkte auch für ausgefallene Gewandstücke und retro-Fashion. Ich habe ein paar äußerst gern von mir getragene Gewandstücke schon auf solchen Märkten erworben. Um gutes Geld erhält man also Gewand das- in Zeiten von Fair Fashion und Zeiten der Frage um die Ethische Vertretbarkeit von Kleidungsstücken- zwar Second Hand ist, aber gut aussieht und dem eigenen Geschmack entspricht.

 

Für jeden Geschmack ist quasi etwas dabei und meistens findet man wirklich auch Sachen, die entweder ausgefallen sind oder von welchen man nicht direkt erwartet hätte, dass man sie dort erstatten kann. Von alten Büchern und Klaviernoten über Kameras, Geschirr, Schmuck und elektronische Geräte ist alles dabei. Oft habe ich auch schon ein paar Deko-Sachen bei einem Flohmarkt erstanden, weil der „used-look“ und eben das gewisse „Etwas“ dann bei diesem Gegenstand dabei ist.

Einkaufen auf einem Flohmarkt stellt mich mindestens genauso zufrieden wie normales Einkaufen, wenn es nicht sogar spannender ist, denn das Umschauen und das Anschauen von all den ausgestellten Stücken ist schon wirklich interessant- auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und einen Besuch wert!

Bis bald,

Eure Emma

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