Schloßberg im Winter

Schloßberg im Winter

Mitten in Graz thront auf dem 123 Meter hohen Schloßberg der Grazer Uhrturm, das Wahrzeichen unserer schönen Stadt. Oben angekommen bietet sich den Besuchern ein wunderschöner 360° Rundblick bis zu den Grenzen von Graz. Zu jeder Jahreszeit sehen der Berg und vor allem auch der Ausblick anders aus. Blühen im Frühling und Sommer die Blumen im Rosengarten herrlich auf und verbreiten einen wundervollen Duft, so kann man im Herbst dabei zusehen, wie sich die Natur auf ihren Winterschlaf vorbereitet. Und sind die Dächer der Grazer Altstadt erst einmal mit dem ersten Schnee weiß angezuckert, liegt sowieso etwas Magisches in der Luft.

 

Auch die Geschichte des Schloßbergs ist interessant. Wusstet ihr, dass die Burg nie erobert wurde? Deswegen ist sie im Guinnes Buch der Rekorde als die stärkste Festung aller Zeiten aufgelistet. Nicht einmal Napoleon schaffte es im 19. Jahrhundert, die Burg einzunehmen. Im 2. Weltkrieg dienten über 6 Kilometer lange Stollen als Luftschutzbunker für 40.000 Menschen. Zum Teil sind diese auch heute noch in Verwendung. So befinden sich nun der Schloßberglift, die Märchenbahn, Dom im Berg und der Verbindungsweg zwischen Karmeliter- und Schloßbergplatz in ihnen.

 

Der Schloßberg ist über einige Wege erreichbar, die auch im Winter keine Wünsche offen lassen. Die Bequemeren unter euch müssen nur in die Schloßbergbahn einsteigen und können die Fahrt nach oben richtig genießen. Die verglaste Standseilbahn bietet einen wunderschönen Panorama-Ausblick über die rote Dachlandschaft der Altstadt. Auch als eingefleischter Grazer nimmt man gerne diesen Weg nach oben.

 

Aber auch die verschneiten Wege sind wundervoll und zugleich sehr romantisch. Ausgehend vom Karmeliterplatz oder der Wickenburggasse (Nordseite des Schloßbergs) kann der Schloßberg erklommen werden. Wir empfehlen euch gerade im Winter recht gutes Schuhwerk und etwas Glück. Manchmal werden die Wege nämlich aus Sicherheitsgründen gesperrt.

 

Oben angekommen führt der erste Weg meist zum Uhrturm. Seit Jahrhunderten zeigt er den Grazer Bürgern die Zeit. Das ist auch der Grund, wieso die beiden Zeiger vertauscht sind. Denn: Sehr lange hatte der Turm nur einen Zeiger für die Stunde – der Minutenzeiger kam erst später dazu und wurde deswegen kleiner gestaltet als der Stundenzeiger.

 

Wie ihr seht, könnt ihr auch im Winter am Schloßberg viel unternehmen. Bis bald! : )

 

Beitragsfoto: Alexander Fünck / Holding Graz

Sie können hier nicht kommentieren.