Versuch: Rasieröl

Versuch: Rasieröl

Da ich sehr viel schwimme, rasiere ich mir, auch mehrmals die Woche und das vor allem das ganze Jahr über, die Beine. Das klappte eine ganze Weile echt gut, bis meine Haut an den Beinen irgendwie immer sensibler wurde und das regelmäßige Rasieren ihr nicht gut tat. Immer wieder tat es schon während dem Rasieren weh oder brannte danach stark. Natürlich hätte ich das Rasieren der Beine auch einfach lassen können, aber das gefällt mir nicht wirklich. Diese Alternative kam also schon mal gar nicht in Frage!

Rasieren ist generell sehr beliebt, so geht der Trend immer mehr zum absoluten Kahlschlag – vor allem bei Frauen. Laut einer Studie der Universität Leibzig aus dem Jahr 2009 entfernt sich der Großteil der Frauen (80%) zwischen 18 und 30 Jahren gelegentlich bis regelmäßig Haare an gewissen Körperregionen. Allen voran sind hier vermutlich die Beine, die Achseln sowie die Bikinizone. Das ist natürlich eine Geschmacksache und kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen. Ich zähle jedenfalls eindeutig zu diesen 80 Prozent.

Nun aber zurück zu meinem Problem beim Rasieren der Beine. Soweit ich mich erinnern kann, rasierte ich seit Beginn mit Rasierschaum. Keine Ahnung warum. Funktionierte, wie bereits gesagt, auch lange Zeit echt gut. Irgendwann reizte die Haut allerdings immer mehr und ich hatte keine Lust mehr aufs ständige Rasieren unter Schmerzen oder mit Nachleiden. Selbstverständlich wechselte ich die Klingen regelmäßig, das konnte also nicht das Problem sein. Meine Mutter und Schwester meinten dann, dass sie eigentlich immer lediglich mit Wasser rasieren. Na gut, dann probierte ich das auch. Funktionierte ein paar Monate ganz gut und wurde somit zu meiner Standardmethode. Immer wenn meine Haut vom Chlorwasser sehr trocken war, war das Haare entfernen allerdings nicht angenehm, da die Klinge nicht gut “rutschte” bzw. sich auf der Haut nicht gut bewegen lies. Ich dachte mir, dass es unter Zugabe von Duschshampoo sicher besser funktionieren würde und versuchte dies. Und es klappte wirklich besser, die Klinge glitt beinahe über die Haut. Dann las ich aber per Zufall, dass das Rasieren mit Shampoo nicht so gut sein soll, da die Poren leichter verstopfen etc. Ich weiß leider nicht mehr genau, aus welchen Gründen es nicht gut ist, jedenfalls unterlasse ich es seither. Die trockene Variante war allerdings auch keine Lösung also probierte ich weiter. Mit Rasiergel war ich wieder eine Zeitlang zufrieden, war dann aber dasselbe wie beim Rasierschaum. Enthaarungscremes riechen so stark und meiner Meinung nach echt nicht gut, außerdem sind sie mir zur regelmäßigen Anwendung zu aufwendig und zeitintensiv. Im Sommer versuchte ich dann auf Rat einer Freundin Kaltwachsstreifen. Voller positiver Erwartung versuchte ich diese Art der Haarentfernung einen Tag vor einem wichtigen Schwimmevent. Rückblickend war dies sehr dumm, da ich ja nicht wissen konnte wie gut oder schlecht das funktioniert. Und es funktionierte leider wirklich nicht gut. Schlimm genug, dass ich davor meine Haare wachsen lassen musste und bereits dumme Sprüche von meiner Schwester erntete, die Anwendung tat wirklich weh. Nicht nur so, wie das Rasieren hin und wieder unangenehm ist und leicht weh tut, es waren wirklich Schmerzen. Ich musste sogar zwischendurch eine Pause machen und neuen Mut sammeln, damit ich mir den Streifen abziehen konnte. Das Ergebnis war dann ganz und gar nicht gut. Meine Beine waren rot, schmerzten extrem und die Härchen waren trotzdem nicht alle weg. Es sah wirklich lustig aus, da vereinzelt immer wieder Haare übrig geblieben sind. Ich konnte aber nicht weiter machen und entschied mich erstmal zur Pause. Am nächsten Tag war es allerdings noch schlimmer. Die Beine brannten und ich hatte sogar blaue Flecken. Sowas habe ich ja noch nie gehört, vom Haare entfernen blaue Flecken bekommen… Seitdem habe ich nie mehr Kaltwachsstreifen angewendet. Meine neueste Entdeckung nennt sich nun Rasieröl. Das soll speziell für empfindliche Haut sein und eine sanfte Rasur ermöglichen. Man gibt ein paar Tropfen – je nach Bedarf – auf die Handfläche und massiert es in die Haut ein. Nach kurzer Einwirkzeit, bei mir ungefähr 5 Minuten, kann man mit dem Rasieren loslegen.

Mein Fazit: Aufgrund meiner eher trockenen Haut brauche ich schon ziemlich viele Tropfen des Öls. Es riecht aber angenehm und lässt sich gut einmassieren. Auch das Rasieren klappt gut, da der Rasierer gut an der Haut entlang gleitet. Allerdings verstopft die Klinge recht schnell. Bei längeren Haaren funktioniert die Technik mit dem Rasieröl bei mir nicht gut, weswegen ich sie nur bei häufiger Anwendung empfehlen würde. Nach der Rasur sind die Beine aber sehr weich und fühlen sich durch das Öl auch bereits gepflegt an. Vorerst bin ich mit dem neuen Produkt zufrieden. Ich hoffe ich habe meine passende Rasiertechnik nun endlich gefunden und muss nicht wieder nach einer Zeit wechseln! Ansonsten sollte ich vielleicht in Erwägung ziehen, vorbeugend alle paar Monate die Variante zu wechseln. Vielleicht braucht meine Haut die Abwechslung. Nur die Haarentfernung mit Kaltwachsstreifen lasse ich ganz sicher aus!

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