Lasagne Bolognese

Lasagne Bolognese

Also eine klassische Lasagne Bolognese ist doch etwas herrliches. Man kann sie Tage im Voraus zubereiten und muss sie in letzter Sekunde nur noch für ca. 30 Minuten ins Rohr geben und schon hat man eine herrlich wärmende Mahlzeit.

Das ist auch der Grund, warum ich heute mit euch mein Rezept für eine Lasagne teilen möchte. Es ist natürlich wieder denkbar einfach und man braucht wirklich kein Meisterkoch zu sein, um dieses Rezept nachkochen zu können. Und Fertiglasagne aus dem Kühlregal? Die wird hier ganz schnell einmal vergessen. Denn dieses Rezept eignet sich auch perfekt dazu, um eingefroren zu werden. Einfach die Lasagne fix und fertig gemacht, mit Frischhaltefolie abgedeckt und dann bis zu 3 Monaten ab ins Gefrierfach damit!

Dieses Rezept eignet sich gut für 4-6 Personen. Es hängt dann natürlich von einigen Faktoren ab, wie viele wirklich davon satt werden. Wie groß ist der Hunger der jeweiligen Personen? Gibt es einen Salat dazu? Gibt es eine Vorspeise/ Nachspeise? Aber diese Lasagne eignet sich auch perfekt dazu, um am nächsten Tag aufgewärmt zu werden, also kein Stress und lieber zu viel als zu wenig kochen. 😉 So lautet schließlich meine Devise.

Zutaten:

350 g reines Rinderfaschiertes (ich will hier kein gemischtes)
2-3 Karotten
2 Stangen Sellerie
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Tomatenmark
1/8 l Rotwein
750 ml passierte Tomaten (bei mir natürlich selbst gemacht)
1 EL getrockneten Oregano
Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker
40 g Butter
40 g Mehl
½ l Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
getrocknete oder frische Lasagneblätter
Mozzarella und Parmesan

Legen wir also los mit diesem easy Rezept. Zuerst beginnen wir mit der Sauce, da diese eine gewisse Zeit köchelnd verbringen muss. Als aller erstes beginnen wir einmal mit den üblichen Vorkehrungen. Zwiebel, Knoblauch, Karotten und Stangensellerie werden kleingeschnibbelt und erst einmal beiseite gestellt. Alle anderen Zutaten werden ebenfalls griffbereit gestellt. Nun wird in einer Pfanne ein Schuss Olivenöl erhitzt und alle kleingeschnibbelten Zutaten werden in der Pfanne angeschwitzt. Nach ca. einer Minute des Schwitzens kann das Fleisch hinzugegeben werden und alles wird gebruzelt, bis alles schön Farbe genommen hat. Wenn dann alles Wasser aus der Pfanne verschwunden ist, kann man das Tomatenmark mit dazu geben und ein wenig einrühren. Nun kann mit Rotwein abgeloschen werden und das muss jetzt ebenfalls so lange braten, bis der Wein fast zur Gänze wieder aus der Pfanne verschwunden ist. Jetzt kann man mit den passierten Tomaten anrücken und das Glas in die Pfanne leeren, das Glas wird jetzt wieder bis zur Hälfte gefüllt, und zwar mit Wasser, somit werden noch die restlichen Tomaten aus dem Glas gespült, und kommt ebenfalls mit in die Pfanne. Jetzt ist Spicetime und man kann die Sauce schon einmal würzen. Salz und Pfeffer darf ruhig ein wenig mehr sein, beim Zucker darf man dann aber eher sparen, zu süß sollte die Soße nämlich nicht sein, aber ein wenig Zucker heben das Aroma der Tomaten hervor.

Die Sauce lasse ich gerne für ca. eine Stunde dann mit Deckel köcheln. In der Zwischenzeit kann man die Auflaufform dann schon ein wenig einfetten und die erste Schicht Nudeln hineinsetzten. Außerdem muss wahrscheinlich noch eine Menge abgewaschen werden. Jetzt ist die Zeit dafür. 😉 Ebenfalls Zeit ist es, um ein weiteres Kapitel eures Buches zu lesen oder sich eine weitere Folge auf Netflix reinzuziehen. Es gibt schließlich keine bessere Ausrede, als dass man doch eh für alle kocht und damit es besser schmeckt, braucht es eben seine Zeit. 😉
Erst wenn die Sauce fertig ist, kann man nämlich die Béchamel zubereiten, damit sie keine Haut bildet. Dafür wird die Butter in einem kleinen Topf geschmolzen und das Mehl wird eingerührt. Nun wird langsam die Milch eingerührt, immer nur Schluck für Schluck und mit einem Schneebesen wird ständig darin gerührt. Die Sauce ist fertig, sobald sie anfängt dicker zu werden. Dann kann sie noch mit Salz, Pfeffer und ein wenig frisch geriebener Muskatnuss abgeschmeckt werden.

Jetzt, da alle unsere Zutaten für die Lasagne bereit stehen, kann geschichtet werden. Auf die erste Schicht Nudeln kommt die Bolognese und auf diese wiederum die Béchamel, dann wieder Nudeln, Fleisch, weiße Sauce, etc. Den Rest kennt ihr ja. Ich schließe dann immer mit Béchamel ab und nicht mit Nudeln, so wie viele andere die ich kenne. Aber das bleibt euch überlassen. Was jetzt aber noch fehlt? Genau, der Käse. Dabei zähle ich immer auf eine Kombination von Mozzarella (ich nehme immer Büffelmozzarella) und Parmesan (da nehme ich leider meist Grana Padano und keinen echten Parmesan). Zuerst reiße ich den Mozzarella einfach in Stücke und verteile ihn grob auf der Lasagne und dann reibe ich noch eine Menge Parmesan darüber. Wie viel ihr von beidem nehmt bleibt euch überlassen. Ich mag gerne viel Käse, manch andere mögen eher weniger Käse. Tut was ihr wollt, seid frei! 😉

Wie in der Einführung schon erzählt ist die Lasagne sehr vielseitig einzusetzten. Ihr könnt euch jetzt also entscheiden. Esst ihr sie gleich? Wollt ihr sie erst am nächsten Tag essen? Dann ab in den Kühlschrank damit. Wollt ihr sie einfrieren? Dann tut das. Eines steht auf jeden Fall fest. Wenn ihr sie dann essen wollt, müsst ihr den Ofen auf ca. 200°C vorheizen und die Lasagne für 30-45 Minuten backen lassen. Die Zeit ist hier ebenfalls wieder recht vage, da es darauf ankommt. Wenn ihr sie gleich ins Rohr gebt nach der Zubereitung reicht meist eine halbe Stunde. Wenn sie über Nacht im Kühlschrank war, dann gebt sie für ca. 20 Minuten mit Folie ins Rohr und lasst sie dann noch ca. 20 Minuten ohne Folie im Ofen, damit der Käse schon Farbe nehmen kann. Wenn ihr sie gefroren zubereiten wollt, empfehle ich euch sie noch länger mit der Folie drinnen zu lassen.

Auf jeden Fall hat sie ihr Ende im Ofen erreicht, sobald der Käse schön goldbraun geworden ist. Dann ist sie verzehrfertig.

Somit wünsche ich euch noch einen guten Appetit und bis zum nächsten Mal. 🙂


Über die Autorin

Nach ihrem abgeschlossenen Innovationsmanagementstudium ist Jenny noch auf der Suche ihres weiteren Lebensweges. Was jetzt aber schon sicher ist: ihre Liebe zu Essen, Kochen und Backen hat sie vor Jahren entdeckt und wird sie auch nie wieder verlieren. Was also auch aus ihr werden wird? Sie weiß es noch nicht so genau. Bis sie das weiß, schreibt sie über Essen. 😉

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