Rindschnitzerl

Rindschnitzerl

Also die letzten Wochen waren ja eher süß bei mir angehaucht und heute möchte ich euch wieder ein herzhaftes Wohlfühlessen vorstellen. Meine Mama hat uns früher oft, als wir klein waren, Rindschnitzel gekocht. Zum Einen, weil man das super aufwärmen konnte und zum Zweiten, weil man dazu verschiedene Beilagen essen kann, so, dass man es für mehrere Tage zubereiten kann. Meine Mama hat nämlich immer viel gearbeitet und musste sich deshalb öfters kleine Tricks einfallen lassen, wie wir trotzdem zu einer warmen Mahlzeit am Tag kommen. Und Kroketten kann man sich sogar als Kind leicht selbst machen oder Reis in der Mikrowelle aufwärmen ging auch immer prima.

Dieses Rezept strahlt wieder durch seine Einfachheit und brilliert wieder mit seinem ausgezeichneten Geschmack. 😉 Genug der Glitzereien aber und ab zum Rezept. Nur eines noch vorab: Ich gebe hier keine Mengenangaben an, weil das ganz stark nach Personenanzahl variiert.

Zutaten:

Rindschnitzel
2 TL Senf pro Schnitzel
Salz
Pfeffer
1-2 Zwiebeln (je nach Größe und Menge)
Olivenöl
Mehl
Wasser

Zuallererst holt man sich einmal das beste Rindschnitzel, welches man kriegen kann. Vom Fleisch hängt hier schließlich alles ab. Die Schnitzel werden dann von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit Senf eingeschmiert. Ich mag ja gerne mehr Senf, meine Schwester dafür eher weniger, das hängt ganz von der Person ab, also einfach einmal ausprobieren, und wenn es euch zu stark nach Senf schmeckt, das nächste Mal gerne etwas weniger nehmen. Danach erhitzt ihr eine Pfanne und gebt ein wenig Olivenöl hinein. Die Schnitzel werden dann noch mit einer Seite ins Mehl gelegt und kommen dann in die heiße Pfanne. Dort dürfen sie schön von beiden Seiten Farbe nehmen. Jetzt verlassen unsere Schnitzel die Pfanne kurz, keine Sorge, sie kommen gleich wieder hinein. Zuerst kommt aber noch ein wenig Olivenöl in die Pfanne und der Zwiebel darf erst einmal schwitzen.

Kleiner Tipp am Rande: Falls ihr wirklich für viele Personen kocht, dann sollte die Pfanne einen hohen Rand haben und die Schnitzel werden einfach in Etappen angebraten, bedeutet konkret, dass die Pfanne beim Anbraten schließlich nicht voll überladen sein darf, damit auch überall schön Farbe hinkommt, also max. 3 große Schnitzel pro Anbraten. Danach auf einen Teller geben und dies solange wiederholen, bis alle Schnitzel angebraten sind.

Jetzt dürfen alle Schnitzel wieder in die Pfanne und mit dem Zwiebel noch kurz braten. Danach gießt man mit Wasser auf, bis alle Schnitzel bedeckt sind und dreht die Hitze runter. Das darf dann mal gut für mindestens eine Stunde köcheln. Falls zu wenig Flüssigkeit darin ist, einfach noch einmal aufgießen. Das kann man übrigens auch dann machen, wenn man am zweiten Tag zu wenig Saft hat, dann gießt man einfach noch ein wenig Wasser auf und lässt alles noch einmal kurz aufköcheln.

Nach gut 1 ½ Stunden sollte das Fleisch aber soweit sein und fast schon beim Anblick zerfallen, so zart wird es sein. Noch ein kleiner Tipp hier: Besser ist es sogar, die Schnitzel am Vortag zuzubereiten und sie am nächsten Tag noch einmal in der Pfanne heiß werden zu lassen, das gibt richtig Geschmack. Also am nächsten Tag schmeckt dieses Rezept sogar noch besser. Kann man sich im ersten Moment gar nicht vorstellen. 😉

Beilagen können nach Wahl dazu genossen werden. Aber wenn ich Zeit habe gibt es selbstgemachte Spätzle dazu. Die mache ich noch ganz altmodisch ohne irgendwelche Hilfsmittel wie Spätzlereibe oder Presse. Ganz klassisch mit Brett und Messer/ Spachtel vom Brett geschabt ins heiße Salzwasser. So schmecken sie mir am besten. Hier auf dem Foto gab es Reis dazu, ein weiterer Klassiker. Dieser ist ebenfalls super aufzuwärmen oder falls Reste bleiben aufzubrauchen. Ach, hier könnte ich wieder ewig darüber philosophieren, was man doch alles mit übrig gebliebenen Reis machen kann. Das ist aber ein anderes Kapitel bzw. Rezept. 😉

Somit wünsche ich euch noch einen guten Appetit und bis zum nächsten Mal. 🙂


Über die Autorin

Nach ihrem abgeschlossenen Innovationsmanagementstudium ist Jenny noch auf der Suche ihres weiteren Lebensweges. Was jetzt aber schon sicher ist: ihre Liebe zu Essen, Kochen und Backen hat sie vor Jahren entdeckt und wird sie auch nie wieder verlieren. Was also auch aus ihr werden wird? Sie weiß es noch nicht so genau. Bis sie das weiß, schreibt sie über Essen. 😉

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