Paella

Paella

Da bin ich endlich wieder aus Japan zurück und dann gibt es ein spanisches Gericht. Naja, ich hatte schon vor längerer Zeit Chorizo gekauft und die musste ich jetzt einmal verbrauchen. Für diejenige, welche nicht wissen was Chorizo ist: Das ist eine spanische, vor allem würzige Paprikawurst. Ich liebe sie. Wenn ich mir einmal schnell etwas kochen möchte, gibt es oft Eierspeis mit Chorizo, für sich schon einsame Klasse. Aber heute wird es doch ein wenig anspruchsvoller als nur eine Eierspeise zuzubereiten.

Und für alle, die sich etwas japanisch angehauchtes erhofft hatten, das möchte ich sobald als möglich nachholen.

Eine spanische Paella ist ein tolles Essen für Gäste und auch super personalisierbar. Man muss also nicht so wie ich Huhn und Meeresfrüchte verwenden. Für alle, die keine Meeresfrüchte essen oder welche auf Fleisch verzichten oder auch für Vegetarier, alles kein Stress, einfach Zutaten weglassen oder welche hinzufügen. Dieses Rezept ist für 4 Personen ausgelegt, kann aber auch gut halbiert oder verdoppelt werden, wenn die Pfanne zuhause groß genug ist.

Zutaten:

1 Tasse (250 g) Rundkornreis, kein Basmati hier bitte; vielleicht findet ihr nur Risottoreis, der passt auch perfekt
1 Tasse (250 ml) Hühner- oder Gemüsebrühe
½ Tasse (125 ml) Wasser
1 gehäufter TL geräuchertes Paprikapulver
Salz, Pfeffer
1 EL Tomatenmark
4-8 Garnelen (ohne Schale)
3-4 Tintenfische
1 oder 2 Hühnerbrüste
eine Handvoll Zuckerschoten
2 Handvoll Erbsen (ich habe tiefgekühlte verwendet)
1 rote oder orange Paprika
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
½ Chorizo (bei uns gibt es die meist in einer “langen” Wurst, da habe ich nur die Hälfte genommen, sonst einfach eine gute Handvoll)
½ TL (oder eine kleine Packung) Safran
1 Zitrone
Olivenöl

Ja, die Zutatenliste ist durchaus nicht ohne, recht viel hier. Aber umso besser wird dann dieses Endergebnis werden. Beginnen wir einmal mit dem Schnibbeln der Zwiebeln und des Knoblauchs. Zwiebel in Würfel und Knoblauch fein gehackt. Die Zuckerschoten sollten halbiert, der Tintenfisch in Ringe, die Chorizo in Scheiben, die Paprika in Streifen und die Hühnerbrust in Würfel geschnitten werden.

Dann kann man auch schon eine große Pfanne aufstellen und etwas Olivenöl darin erhitzen. Zuerst gebe ich immer die Chorizo in die Pfanne, da ich die gerne ein wenig knusprig habe. Danach geht es mit dem Hühnerfleisch weiter. Übrigens, wenn man ausgelöste Hühnerkeulen bekommt ist es noch besser, die gab es bei mir aber gerade nicht, also habe ich mich mit der Brust begnügt. Sobald das Fleisch dann Farbe genommen hat, kann man Zwiebel und Knoblauch hinzugeben. Sobald der Zwiebel glasig ist und der Knoblauch duftet, können auch schon die Meerestiere und das Gemüse (außer den Erbsen) in die Pfanne. Sobald diese ein bisschen mitgebraten sind kann man das Tomatenmark und das Paprikapulver hinzugeben.

Nun kann man den Reis in die Pfanne geben. Das kann dann ein wenig schwitzen, bevor man dann noch alles gut salzt und pfeffert. Jetzt kann man mit Wasser und Brühe aufgießen. Eure Arbeit ist eigentlich getan, alles muss nur noch bei mittlerer Hitze ca. 15- 20 Minuten kochen. Jetzt darf man übrigens nicht mehr zuviel rühren, da sich sonst zuviel von der Stärke im Reis löst. Kurz bevor der Reis fertig ist, kann man die Erbsen dazugeben und alles noch mit dem Saft einer Zitrone abrunden. Fertig.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Gast etwas gegen eine Paella einwenden kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das ein Essen für alle ist. Diejenigen, die die Meeresfrüchte nicht so mögen können da ja auch ganz einfach ausweichen. Das Gemüse ist übrigens auch ganz optional. Man kann auch anderes Gemüse verwenden und wenn man keine Chorizo finden kann? Dann nimmt man einfach ein wenig Speck oder lässt sie ganz weg. So oder so ist dieses Gericht sehr stimmig, da die Aromen toll zueinander finden beim Köcheln.

Somit wünsche ich euch noch einen guten Appetit und bis zum nächsten Mal. 🙂


Über die Autorin

Nach ihrem abgeschlossenen Innovationsmanagementstudium ist Jenny noch auf der Suche ihres weiteren Lebensweges. Was jetzt aber schon sicher ist: ihre Liebe zu Essen, Kochen und Backen hat sie vor Jahren entdeckt und wird sie auch nie wieder verlieren. Was also auch aus ihr werden wird? Sie weiß es noch nicht so genau. Bis sie das weiß, schreibt sie über Essen. 😉

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