Renault Alpine A110 – Mademoiselle bittet zum Tanz

Renault Alpine A110 – Mademoiselle bittet zum Tanz

LADY IN BLUE. Autofahren kann Spaß machen, soll Spaß machen. Die Renault Alpine, die nach 20 Jahren zurückkehrt, ist so ein Sportwagen, der Bubenträume erfüllt. Eine Legende ist wieder da.

 

Die Begegnung mit einer Mademoiselle wie dieser macht man nicht alle Tage, und dementsprechend emotional stehe ich der legendären neuen Renault Alpine A110 gegenüber. Okay, das Einsteigen und Aussteigen muss man etwas üben, damit es nicht wie Seniorenturnen aussieht. Man hat den Dreh aber schnell heraus und springt fast ins Auto und wieder heraus. Ehrlich!

So einem Auto muss man mit Respekt begegnen, und das machte ich auch. Meine Alpine, die ich aus dem Alpine-Center im Autohaus Vogl+Co holte, stand lässig da, ganz in Blau, mich als Fahrer abschätzend taxierend.
Die neue A110 ist ein klassischer Zweisitzer, vorne im Cockpit gibt es ausreichend Platz. Ein Hinten gibt es nicht. Das Cockpit wird dem Sportwagen-Image der Mademoiselle gerecht. Es sind viele Dateninformationen, die das Bord-Infotainment für den Fahrer ausschüttet. Da werden Parameter in Echtzeit angezeigt, sportliche Fahrer können, wenn sie auf einer Rennstrecke unterwegs sind, ihre Rundenzeiten messen. Die Mittelkonsole scheint fast zu schweben.

Man könnte noch lange über die coole Lady staunen, schon das Gesamtdesign, angelehnt an die Legende, ist ein Traum.

Jetzt wird gefahren, und Mademoiselle Alpine bittet zum Tanz: Startknopf gedrückt, und das 7-Gang-Doppelkupplungs-Automatikgetriebe lässt gleich beim ersten stärkeren Druck aufs Gas spüren, was die 252 PS unter der Motorhaube alles anstellen könnten. Man hat drei Fahrprogramme zur Wahl. Und richtig spannend wird es, wenn man auf Fahrmodus „Sport!“ wechselt und der Auspuff mit entsprechendem Rennsport-Sound antwortet. Dass der Sprint von 0 auf 100 Stundenkilometer in weniger als fünf Sekunden absolviert ist, überrascht nicht wirklich. An Höchstgeschwindigkeit lässt die Alpine „nur“ 250 km/h zu, könnte aber locker auf 300 km/h kommen.
Die Alpine ist allein schon optisch eine Klasse-Frau. Das Fahren mit dem Auto war für mich sogar etwas emotionaler als Testfahrten mit Porsche-Modellen. Cool auch die jeweiligen Tasten (siehe kleines Bild oben), mit denen die einzelnen Fahrweisen geordert werden.

Okay, mit großem Gepäck kann man mit der Alpine nicht verreisen. Dafür ist sie auch nicht gedacht. Es gibt einen Kofferraum mit 96 Liter Fassungsvermögen und ein 100-Liter-Gepäcksabteil hinter dem Motor.
Bleibt noch zu erwähnen, dass die Mademoiselle wenig auf die Waage bringt (1103 Kilo), dass die Premieren-Edition mit 1955 (Geburtsjahr der Alpine) Stück im Jahr 2016 nach nur fünf Tagen ausverkauft war und dass man jetzt, wenn man eine Alpine haben will, neun bis zwölf Monate warten muss.

 

 

Motor: 4 Zylinder, Turbo-Benziner, Hubraum 1798 ccm, Leistung 252 PS (185 kW), Beschleunigung 0–100 km/h in 4,5 Sekunden, Spitze 250 km/h, 7-Gang-Doppelkupplungs-Automatikgetriebe
Verbrauch:
durchschnittlich 6,1 Liter/100 Kilometer, Tankvolumen 45 Liter, C02-Emissionen 138 g/km, Abgasnorm Euro 6
Abmessungen:
Länge 4,18 Meter, Breite 1,79 Meter, Höhe 1,25 Meter, Gewicht 1103 kg, Kofferraumvolumen 96 und 100 Liter
Preis:
Steht erst Ende Mai fest, Grundpreis für die Premieren-Edition war 55.000 Euro
Autohaus:
Alpine-Center, Vogl+Co, Graz, Schießstatt­gasse 65, Tel. 0 316/8080, www.vogl-auto.at

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