Ein Jungbrunnen…

Ein Jungbrunnen…

ROCK’N’ROLL. Fahren mit dem Abarth Spider 124 ist wie ein Sprung in den Jungbrunnen. Der Roadster als Quelle der ewigen Jugend. Punkt!

Das ist noch Autofahren wie früher. Zwar komme ich nicht mehr so elegant wie damals ins Auto hinein und schon gar nicht heraus, aber es macht unheimlich viel Spaß. Vieles ist da noch analog und man muss richtig schalten und autofahren. In den meisten anderen Modellen kommt man sich ja bei der vielen autonomen Technik schon fast wie ein Statist vor.
Hier aber geht es ordentlich zur Sache, hier stimmt der Sound. Und da meine ich nicht die Qualität des Infotainmentsystems, sondern den Sound der vier Auspuffe. Wer braucht da das Radio, wenn man dieser „Verbrennungs-Symphonie“ lauschen kann. Als ich mit dem Wagen bei uns daheim in den Hof fuhr, waren die Kinder, die gerade spielten, von diesem Roadster sehr angetan. „Wo ist denn das laute Auto?“ fragten die Kinder später, als der Abarth schon längst wieder im Autohaus Vogl + Co war.

Ja, solche „lau­ten Autos“ sind irgendwie Spielzeuge. Im Alltag kann man nicht wirklich allzu viel damit anfangen. Der Kofferraum ist klein und hinter den beiden Sitzen hat gar nichts mehr Platz. Also Fahrt ans Meer bitte nur mit ganz kleinem Gepäck.

Aber zum Ausfahren, um bei offenem Dach Sonne und Wind zu genießen, ist der Wagen ideal.
Er liegt gut in der Hand, die Schaltung funktioniert präzise, der Wagen bleibt selbst in engsten Kurven cool. Der Spider zeigt seine Stärken vor allem auf Landstraßen und Autobahnen.
Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigte ich knapp sieben Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist mit 229 km/h angegeben. Hätte ich gerne ausprobiert, aber die Rennstrecke auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg war gerade mit der Formel 1 besetzt.
So musste ich mich mit den Straßen von Graz und Umgebung zufrieden geben. Was auch schön sein kann.
Das Faltdach geht mit Handbetätigung in wenigen Sekunden runter, und schon ist der Himmel über mir und das Fahren scheint grenzenlos. Das Problem mit diesen kleinen Sportwagen ist, dass man auch in der Stadt dazu verleitet wird, schneller als erlaubt durch die Gegend zu kutschieren. Da muss man sehr, sehr diszipliniert sein, um auf 30 km/h runterzugehen. Das gelingt auch nicht immer.

Der Abarth Spider 124 wird ebenso wie sein „Zwillingsbruder“, der Roadster Mazda MX 5, in Hiroshima gebaut! Seine Weltpremiere hatte der Spider 124 bei der Los Angeles Autoshow 2015. In Europa gibt’s den Spider ab 2016.
Der Abarth Spider 124 2018 ist natürlich schon mit einigen technischen Raffinessen ausgestattet. Da wäre zum Beispiel die Dual-Mode-Sportauspuffanlage, vierflutig mit passiver Klappensteuerung, es gibt Licht-Sensoren, Park-Sensoren und auch einen Regensenor.

Zurück zur Testfahrt. Für mich war das eine angenehme Begegnung mit einem Auto, das für mich zumindest für einige Kilometer zum Jungbrunnen wurde…

Motor: 4 Zylinder in Reihe, Hubraum 1368 ccm, Leistung 170 PS (125 kW), Beschleunigung 0 – 100 km/h in 6,9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 229 km/h, 6-Gang-Schaltgetriebe, Turboloader
Verbrauch: Kombiniert 6,4 Liter/100 Kilometer, C02-Emissionen 148g/Kilometer, Tankvolumen 45 Liter
Abmessungen: Länge 4,05 Meter, Breite 1,74 Meter, Höhe 1,22 Meter, Eigengewicht 1125 Kilo, Kofferraumvolumen maximal 140 Liter,
Preis: ab 40.000 Euro
Autohaus: Vogl + Co, Graz, Schießstattgasse 65, Telefon 0316 80800, www.vogl-auto.at

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