Selbstgemachte Ravioli mit Tomatensauce

Selbstgemachte Ravioli mit Tomatensauce

Habt ihr schon einmal selbst Ravioli gemacht? Gut, ich auch nicht. Heute war mein erstes Mal und ich muss sagen, so einfach hatte ich mir das nicht vorgestellt. Zum Geburtstag hatte ich nämlich eine Pastamaschine geschenkt bekommen und diese noch nie benutzt. Heute war es also wirklich mal nötig.

Wie gesagt, es war viel einfacher als ich mir das vorgestellt habe und deshalb wird es auch einfacher für euch sein. Fangen wir mal ganz easy mit der Zutatenliste an, heute für gut 3-4 Personen.

Zutaten Teig:

90 g Mehl (universal)
90 g Maismehl
2 Eier
2 EL kaltes Wasser
1 gute Prise Salz

Zutaten Füllung:

1 Becher Ricotta
4 Spinat Zwergerl (hatte nur gefrorenen)
1 gute Portion geriebenen Parmesan
Schale einer Zitrone
Salz, Pfeffer

Zutaten Tomatensauce:

1 Dose Tomaten (habe ganze genommen)
1 große Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer, etwas Zucker
Olivenöl
Zitronenthymian, Oregano

Das war es auch schon mit den Zutaten. Füllen kann man die Dinger aber auch mit Pilzen oder mit Fleisch, das überlasse ich ganz euch. Die Zubereitung ist aber auch ganz einfach und wenn ihr mir nicht glaubt, ihr werdet schon sehen.

Zuerst werden einmal alle Zutaten für den Teig in einer Schüssel mit einer Gabel verrührt, bis man nicht mehr weiter kommt. Jetzt muss man nämlich mit den Händen ran. Der Teig sollte für gut 5 Minuten geknetet werden. Nun darf er auch schon in Frischhaltefolie gewickelt werden und für gut 30 Minuten rasten. Ich habe meinen dafür in den Kühlschrank gegeben.

In der Zwischenzeit kann man schon einmal die Fülle anrühren. Dafür muss man erst einmal den aufgetauten Spinat klein schneiden und dann alles mit den restlichen Zutaten verrühren. Ja, bis jetzt voll easy oder?

Nun ab zur Sauce. Der Knoblauch wird klein geschnibbelt und in einem Topf mit dem Olivenöl erhitzt. Dass man den Knoblauch in kaltes Öl gibt, gewährleistet, dass das Öl gut den Geschmack aufnehmen kann und der Knoblauch selbst nicht verbrennt. Wenn der Knoblauch dann schön brutzelt, kann man das Tomatenmark hinzugeben. Nun kann man auch schon die Tomaten in den Topf geben. Ich zerdrück die ganzen Tomaten einfach im Topf mit einem Kochlöffel, das macht die Sauce zwar nicht ganz cremig, aber mich stören Stückchen nicht, eher im Gegenteil. Nachdem man die Sauce für 10 Minuten köcheln ließ, kann man die Kräuter und die Gewürze hinzugeben. Sauce ist also auch fertig.

Jetzt können wir uns auch schon wieder unserem Nudelteig widmen. Der wird erst einmal halbiert. Die Hälfte, die man gerade nicht bearbeitet bitte wieder in Folie wickeln, sonst trocknet er aus. Außerdem könnt ihr schon einmal das Mehl bereitstellen, davon brauchen wir gleich so einiges. Der Teig wird erst einmal mit viel Mehl mit den Fingern flach gedrückt. Nun kommt er bei Stufe 1 in die Maschine und es kann gekurbelt werden. Der Teig wird dann eingeschlagen und kommt nochmal bei der selben Einstellung durch die Maschine. Das wiederholt man noch 2 mal. Danach kann man den Teig wieder halbieren. Die eine Hälfte kommt dann bei Stufe 2 durch, dann durch 3, etc. bis man bei Stufe 5 angelangt ist. Bei mir war das dann dünn genug. Währenddessen den Teig immer wieder gut mehlen, damit er nicht in der Maschine verklebt.

Die untere Teighälfte kann man dann mit der Ricotta-Spinat Creme füllen, ich nehme dafür einfach einen Teelöffel. Mit Wasser bestreicht man dann einfach die Ränder, wo der Teig dann haften soll, dafür nehme ich einfach meinen Finger, und dann klappt man die obere Hälfte einfach runter. Dann drückt man die Teighälften so gut als möglich mit den Fingern zusammen und drückt die Luft so gut es geht aus den Taschen. Dann habe ich einfach einen welligen Teigroller genommen und meine Ravioli zurechtgeschnitten. Die müssen auch nicht alle gleich aussehen, sie dürfen schon die Optik von selbst gemacht ausstrahlen. Die Teigreste kann man einfach wieder zusammenkneten und wieder ausrollen. Nur Vorsicht, dass der Teig nicht zu trocken wird. Zu viel Mehl gibt es hier auch nicht, keine Angst.

Allzu viel kann man hier wirklich nicht falsch machen, möglicherweise reißt der Teig einmal, aber dann flickt man ihn einfach wieder zusammen oder rollt ihn nochmal aus. Und falls ihr keine Nudelmaschine habt, dann reicht auch ein Nudelholz.

Die Nudeln müssen jetzt einfach noch für gut 2 Minuten in gut gesalzenem Wasser kochen und schon sind sie fertig. Wann sie gar sind kann man ganz einfach daran erkennen, dass sie oben schwimmen.

Damit habe ich euch nun auch an meinem ersten Nudelerlebnis teilhaben lassen. Es hat wirklich Spaß gemacht und auch meine Schwester hat gern dabei geholfen und die kocht nun wirklich nicht gerne.

Somit wünsche ich euch noch einen guten Appetit und bis zum nächsten Mal. 🙂


Über die Autorin

Nach ihrem abgeschlossenen Innovationsmanagementstudium ist Jenny noch auf der Suche ihres weiteren Lebensweges. Was jetzt aber schon sicher ist: ihre Liebe zu Essen, Kochen und Backen hat sie vor Jahren entdeckt und wird sie auch nie wieder verlieren. Was also auch aus ihr werden wird? Sie weiß es noch nicht so genau. Bis sie das weiß, schreibt sie über Essen. 😉

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