Okonomiyaki

Okonomiyaki

Ja Leute, ich hatte wieder Sehnsucht, und dieses mal nach Japan. Ich vermisse das Essen wirklich und eigentlich auch die ganze Kultur. Um meinem Fernweh etwas entgegen zu wirken, dachte ich mir, ich versuche es mal wieder mit einem japanischem Rezept. Diese Woche gibt es Okonomiyaki und wer das nicht kennt, naja, wird es heute kennenlernen. 😉

Dabei handelt es sich nämlich um eine Art Pfannkuchen mit Kraut und Speck, Nudeln, Ei, Okonomiyaki Sauce (und ja, die ist so authentisch, die musste ich mir bestellen), Mayonnaise und Bonito Flakes (das sind Fischflocken, riechen übelst, schmecken aber richtig lecker). Einige Dinge, wie zum Beispiel die spezielle Sauce und die Flocken musste ich mir bestellen, aber die muss man nicht verwenden. Denn die Japaner sind, je nach Region,, mit ihren Rezepten nicht so genau. Okonomiyaki ist nämlich in Hiroshima ganz anders als zum Beispiel in Sapporo. Heute habe ich mich für die einfachste Variante entschieden, für die ich alles zuhause hatte. Man kann dieses Rezept aber total gut verändern oder ergänzen. Man muss keinen Speck nehmen, wenn man es vegetarisch halten möchte, auch das Kraut kann man zum Beispiel ersetzten, aber das finde ich eigentlich schon sehr wichtig. Das Kraut gibt einen so guten Crunch, falls ihr eigentlich kein Kraut mögt, probiert es trotzdem, es schmeckt hier einfach fabelhaft. Beginnen wir aber nun mit dem Rezept, denn ich könnte schon wieder ewig ausschweifen.

Zutaten für 2 Personen:

100 g Mehl
250 ml Milch
¼ Kopf weißes Kraut (wenn der Kopf groß ist, prinzipiell sollten es geschnitten 4 Händevoll sein)
10 Streifen Speck
2 Portionen gekochte Eiernudeln (die gibt es meist in Nestern, also 2 davon)
4 Eier
Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver
Okonomiyaki Sauce
Mayonnaise
Bonito Flocken
etwas Öl zum Anbraten

Zuerst bereiten wir einmal den “Pfannkuchen”-Teig vor. Davor werden einfach Mehl mit Milch verrührt, bis es keine Klumpen mehr gibt, mit Salz und Pfeffer darf man dann noch würzen. Das Kraut wird in feine Streifen geschnitten. Das war es dann auch schon mit den Vorbereitungen, wir können eine Pfanne erhitzen und etwas Öl hineingeben. Jetzt gibt man eine Kelle Teig in die Pfanne und gibt das Kraut darauf. Nun wird das Kraut noch mit Salz, Pfeffer und Knoblauchpulver gewürzt und mit Speck belegt. Sobald der Teig unten beginnt Farbe zu entwickeln, dann man das Ganze umdrehen. Ja, das ist eine recht riskante Angelegenheit und die ersten Male hat das bei mir überhaupt nicht funktioniert, aber nur etwas Geduld und den Pfannkuchen lange genug backen lassen, damit er nicht bricht. Falls euch das nun gelungen ist, oder auch nicht, man kann ihn ja noch mit ein wenig Teig flicken, kann man alles auf der anderen Seite braten lassen, bis der Speck schön knusprig ist.

Nun kann man eine zweite Pfanne erhitzen, traditionell wird das alles auf einer riesigen heißen Platte gemacht, aber wir können ja ein wenig schummeln und zwei Pfannen verwenden. In dieser Pfanne darf man nun zwei Eier aufschlagen und ein wenig miteinander verquirlen, aber nicht zu viel, Rührei soll es keines werden. Jetzt darf man darauf Nudeln verteilen und wenn die Eier ein wenig Farbe unten genommen haben, darf man auch das umdrehen. Ich weiß, viel Gedrehe hier, aber so macht man das eben. Wenn die Nudeln erwärmt sind, kann man anrichten. Zuerst den Teil mit dem Pfannkuchen, der sollte jetzt übrigens wieder unten sein, also nochmal drehen. Dafür stelle ich meinen Teller auf die Pfanne mit dem Pfannkuchen darin und drehe die ganze Pfanne, das funktioniert am besten. und gibt den Teil mit dem Ei und den Nudeln darauf, Nudeln sollten dabei unten sein.

Jetzt darf man mit einem Netz aus Sauce und Mayonnaise abschließen und zu guter Letzt noch Bonito Flocken darauf verteilen.

Gebt dem Ganzen echt eine Chance, es ist so gut, und nur ein wenig beängstigend. Wenn das mit dem Wenden wirklich schief geht, kein Problem, dann serviert man es als gemischte Pfanne mit Ei obendrauf. Weiß ja schließlich niemand, wie das wirklich aussehen muss. 😉

Somit wünsche ich euch noch einen guten Appetit und bis zum nächsten Mal. 🙂


Über die Autorin

Nach ihrem abgeschlossenen Innovationsmanagementstudium ist Jenny noch auf der Suche ihres weiteren Lebensweges. Was jetzt aber schon sicher ist: ihre Liebe zu Essen, Kochen und Backen hat sie vor Jahren entdeckt und wird sie auch nie wieder verlieren. Was also auch aus ihr werden wird? Sie weiß es noch nicht so genau. Bis sie das weiß, schreibt sie über Essen. 😉

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