Hyundai Kona Elektro: Der Kona tanzt elektrisch

Hyundai Kona Elektro: Der Kona tanzt elektrisch

HITANWÄRTER. Mit dem Hyundai Kona Elektro haben die Japaner einen Hitanwärter. Dieser Elektro-SUV sorgt für Aufsehen.

Es geht los. Die Elektroauto-Revolution startet. Der ­Hyundai Kona ist ein relativ kleiner SUV, aber was sich in diesem stylistisch eher unscheinbaren Auto verbirgt, ist enorm.
Gestartet wird mit Knopfdruck. Ich drücke drauf, und scheinbar ist nichts passiert. Völlig lautlos macht sich der Hyundai Kona Elektro startbereit. Man sieht es am grünen Zeichen auf dem Fahrersitzdisplay, und ich drücke das nächste Knöpfchen, mit dem man die verschiedenen Module wählen kann. Wer ganz sichergehen möchte, dass er die Reichweite von 482 Kilometern voll ausfahren kann, der muss Eco Sport+ wählen, allerdings ist hier die Höchstgeschwindigkeit auf 90 km/h limitiert.

Das ist nichts für mich, denn es ist unglaublich, wie dieser Kona elektrisch tanzen kann. Insgesamt schafft der Elektromotor 204 PS, und da steht man mit dem kleinen Geländewagen schnell unter Strom. In 7,6 Sekunden war ich von 0 auf 100 km/h, und an Spitze schafft es der kleine Kona locker auf 167 km/h.

Elektro-Topseller
Der Hyundai Kona übertrifft den Ioniq in allen wesentlichen Kriterien. Die Reichweite von 482 Kilometern muss selbst die Tesla-Leute ärgern. Hier hat der Hersteller einen neuen Elektro-Topseller auf den Markt gebracht.
Was SUV betrifft, ist der Kona natürlich eine Mini-Variante. Abgesehen davon, dass kein Allrad vorhanden ist, ist auch die Bodenfreiheit nicht besonders hoch. Dafür ist der Kona ein idealer City-Flitzer. An den Verkehrsampeln war ich jedenfalls immer in der Pole-Position, was manchmal Spaß machte.
Freundlicherweise war mein Testwagen voll geladen. Aber wenn man wirklich die Hälfte des Stroms verpulvert hat, schaut man schon beim Heimfahren stets auf das Display, das die noch verfügbaren Kilometer anzeigt.
Das Laden ist noch ein wenig kompliziert. Der Kona hat bereits eine sehr starke Batterie. Aber die Ladezeiten sind sehr unterschiedlich. Wer eine Schnell-Ladestation findet, die mit bis zu 100 kW laden kann, ist die Batterie in nur einer Stunde wieder zu 80 Prozent voll. An den Normalladeboxen dauert es acht bis neun Stunden; wer an der Steckdose daheim das Ladekabel anschließen muss, wartet 22 bis 46 Stunden, bis der Kona wieder randvoll mit Strom ist.
Beim Fahren gibt es keinen Unterschied zu Benzinern oder Dieselautos. Außer, dass der Kona lautlos durch die Gegend braust, weist nichts auf ein Elektroauto hin. Halt, doch, es gibt was, und zwar die grüne Nummerntafel, die weist den Kona als Elektroauto aus, und damit bekommt man in den meisten Städten Vergünstigungen wie etwa Gratis-Parken in der City.

Platz ist genug
Wie bei vielen kleinen Autos ist im Inneren mehr Platz, als man denkt. So auch beim Kona, da können vier Erwachsene bequem auf Reisen gehen. Der große Akku aber schränkt den Kofferraum ein. Maximal 450 Liter kann man da hineinpacken. Für einen Familienurlaub ist das eher sehr bescheiden.
Dafür ist der Kona bestens ausgestattet. Es gibt Assistenzsysteme wie bei den Benzinern. Zum Beispiel u.v.a. Notbremsassistent, der Fußgänger erkennt, Geschwindigkeitswarner, Spurhalteassistent, Querverkehrswarner, Müdigkeitsassistent. Diese Assistenten machen sich stets mit lauten Piepstönen bemerkbar.
Fazit: Wer einen Hyundai will, kauft meistens einen Benziner. Wer aber ein Elektro-Auto will, findet hier ein Zukunftsmodell. Komfort, Kraft, Leistung, alles bestens. Der Preis allerdings ist schon ein bisschen happig. Den Kona Elektro gibt es ab 45.790 Euro. Unser Testmodell kostete 47.840 Euro. Da sind Benziner noch günstiger.

Elektromotor: elektrische Leistung 204 PS (150 kW), Batterietyp Lithium-Ionen-Polymer, Frontantrieb, Handschaltung. Fahreigenschaften: Höchstgeschwindigkeit 167 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,6 Sekunden
Verbrauch: Stromverbrauch kombiniert 14,3 kW pro 100 Kilometer, elektrische Reichweite laut WLTP 482 Kilometer
Abmessungen: Länge 4,18 Meter, Breite 1,80 Meter, Höhe 1,57 Meter, Radstand 2600 mm, Wendekreis 10,6 Meter, Eigengewicht 1685 Kilo, Kofferraumvolumen 332 bis 1114 (mit umgelegten Sitzen) Liter
Preis: ab 45.790 Euro
Autohaus: Jagersberger Automobile, Raiffeisenstraße 200, Graz,  Tel. 0 316/46 55 55, www.jagersberger-automobil.at

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