Torte nach Sacher Art

Torte nach Sacher Art

Ich weiß ja, man darf eine Sachertorte nur so nennen, wenn es nach Originalrezept zubereitet wird. Meines ist aber ziemlich nah dran, also zumindest habe ich noch niemanden getroffen, welcher diese Torte nicht gerne als Ganzes verschlungen hätte. Mein Geheimnis ist nämlich, dass meine Torte theoretisch glutenfrei ist. Ja, richtig gelesen, kein Mehl für diese Torte. Das Geheimnis liegt im Kartoffelmehl bzw. in der Kartoffelstärke. Das macht die Torte luftig und saftig zugleich. Glaubt ihr nicht? Ha, challenge accepted.

Zutaten (Für eine 28cm Form):

10 Eier
20 dag weiche Butter
10 dag Kristallzucker
10 dag Staubzucker
1 Prise Salz
20 dag geschmolzene dunkle Schokolade
10 dag Kartoffelstärke/-mehl
1 TL Backpulver
Marillenmarmelade
Zartbitter Kuvertüre und etwas neutrales Öl (Sonnenblumenöl)

Easy Rezept, also starten wir. Ofen auf 160°C vorheizen. Die Eier müssen nun getrennt werden, ja ich weiß, auch ich trenne ungerne perfekte Beziehungen, aber hier ist es zu aller Wohl. Die Eiklar werden mit einer Prise Salz schaumig gerührt, also nur, bis es weiß und schaumig ist. Danach kann man den Kristallzucker unter ständigem Rühren einfließen lassen, aber nicht zu schnell. Wenn der Eischnee eine Baiser-ähnliche Konsistenz angenommen hat, also wenn alles weiß und glänzend ist, dann ist der Schnee fertig.

Nun werden die Butter und der Staubzucker sehr schaumig gerührt und erst dann, wirklich erst dann, werden die Eidotter EINZELN untergerührt. Und auch hier wieder, schön lange rühren. Danach kann man die geschmolzene Schokolade dazugeben und verrühren.

Jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, an dem man von seinem Werk probieren sollte. Also nur dann, wenn man keine Angst vor rohen Eiern hat. Aber ich habe keine Angst, nicht vor rohen Eiern und vor sonst auch nichts. Hihi. Die Masse aus Butter, Zucker, Eiern und Schokolade ist einfach der Traum. Meine Mama hat das früher auch oft mit mir gemacht. Man muss schließlich sicher sein, dass man das auch essen kann. 😉

Nun kann man die Kartoffelstärke und das Backpulver in die Masse sieben und vorsichtig verrühren. Keine Luft mehr raus, die Torte ähnelt einem Souffle! Und dann noch der Eischnee und fertig. Nun kann die Torte in eine Form gegossen werden, ich lege meine am Boden gerne mit Backpapier aus, einfach einen Kreis ausschneiden.

Nun kommt nochmal ein kleiner tricky Part. Die Torte kommt in den Ofen und die Ofentür muss für ca. 15 Minuten einen kleinen Spalt offen bleiben. Ich falte dafür ein Geschirrtuch so oft, dass es eine Stärke von ca. 3 cm hat und klemme es zwischen Ofen und Ofentür.

Nach diesen seltsamen 15 Minuten mit Tuch in der Tür, welche man hoffentlich dazu genutzt hat, die Küche wieder auf Vordermann zu bringen, kann die Tür nun endlich geschlossen werden. Die Torte muss jetzt nochmal für ca. 1 Stunde im Ofen bleiben. Am besten aber, man probiert schon nach 45 Minuten, wie weit die Torte ist. Klebt noch etwas am Holzspieß, wenn man ihn in der Mitte der Torte versenkt hat? Ja, dann nochmal rein.

Wenn die Torte ihre Zeit im Ofen abgesessen hat, dann darf sie raus zum Abkühlen. Wenn sie kalt ist, dann kann man sie mit warmer Marillenmarmelade bestreichen (nicht füllen, ich habe einmal gehört, dass eine Sacher nicht gefüllt wird) und sie mit Schokoglasur vollenden. Ich mische dafür immer flüssige Zartbitter Kuvertüre mit etwas Sonnenblumenöl. Und fertig. Nur noch die Schokolade etwas fest werden lassen und schon kann man sie mit einer Portion Schlag servieren. Eure Gäste und Freunde werden euch lieben.

Somit wünsche ich euch noch einen guten Appetit und bis zum nächsten Mal. 🙂


Über die Autorin

Nach ihrem abgeschlossenen Innovationsmanagementstudium ist Jenny noch auf der Suche ihres weiteren Lebensweges. Was jetzt aber schon sicher ist: ihre Liebe zu Essen, Kochen und Backen hat sie vor Jahren entdeckt und wird sie auch nie wieder verlieren. Was also auch aus ihr werden wird? Sie weiß es noch nicht so genau. Bis sie das weiß, schreibt sie über Essen. 😉

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