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17.05.2009, erstellt von MK

Ein Krieg, den wir stoppen können!


Bekannte Hollywood-Ladys kämpften bei einer Pressekonferenz vor dem Life Ball gemeinsam gegen Aids. Nur Pamela Anderson sprach vom Tierschutz. In dieser Causa wurde sie mit Justizministerin Claudia Bandion-Ortner von einer Grazerin in Wien empfangen ...


Wunderschöne Frauenpower: Eva Longoria und Katy Perry bei der Pressekonferenz (Foto: MiK)


Wenn sich Desperate-Housewives-Lady Eva Longoria, Baywatch-Nixe Pamela Anderson, TV-Nanny Fran Drescher, Stylistin Patricia Field sowie Model Amber Valetta vor dem 17. Life Ball bei einer Pressekonferenz im Kampf gegen Aids engagieren, dann bedeudet das für die anwesende Weltpresse nur eines: Bitte warten! Was aber so manch eine der Hollywood-Damen nach einer halben Stunde Verspätung zu sagen hatte, das berührte die rund 100 Journalisten.

Seriendarstellerin Eva Longoria ("Ich bin zum ersten Mal in Wien.") etwa wurde vor Monaten gefragt, ob sie dem Ball beiwohnen möchte: "Sie hat sofort ja gesagt", erklärte Kevin Frost von der US-Aids-Hilfe-Organisation amfAR. Und Longoria, die mit Göttergatten und Baseballstar Tony Parker in die Bundeshauptstadt gereist war, ergänzte: "Ich wollte mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen".

Das war auch der Grund, warum "Nanny" Fran Drescher den Charity-Ausflug nach Wien antrat. Sie machte auf die von HIV-betroffenen Frauen aufmerksam: "Die Hälfte der Menschen, die mit Aids leben müssen, sind Frauen, denen etwa aufgrund ihrer Religion gesagt wird, sie dürfen keine Kondome verwenden", so Drescher. Außerdem wird jenen Frauen "von ihren Ehemännern untersagt, den Sex zu verweigern", berichtet die Schauspielerin.

 


(Video-Quelle: ViennaOnline)

 

Topmodel und Schauspielerin Amber Valetta war am Podium unterdessen zu Tränen gerührt: "Ich bin von dieser Problematik tief betroffen", sagt sie und ergänzt schon selbst im privaten Umfeld mit der Krankheit konfrontiert worden zu sein. Zum Life Ball sei sie gekommen, um die Liebe und das Leben zu feiern: "Aber die Liebe ist kein Spiel. Man muss vorsichtig sein. Diese Problematik ist ein Krieg, den wir stoppen können." Während Goldkehlchen Katy Perry genauso wie Designer-Hälfte David Blond oder Patricia Field froh sind, bei einer solch großen Sache dabei zu sein, machte sich Busenwunder Pamela Anderson auf der Pressekonferenz vor allem für die Tiere stark: "Die Tiere sind mir ein großes Herzensanliegen und ich werde auch in Wien darüber sprechen."

Gesagt - getan: Zum wiederholten Male setzt sie sich als Kämpferin der Tierrechts-Organisation PeTa für jene österreichischen Tierschützer ein, gegen die seit 2007 wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Organisation ermittelt wird. In diesem Zusammenhang traf Pamela Anderson nach der Pressekonferenz auf die gebürtige Grazerin Claudia Bandion-Ortner: In dem rund 15-minütigen Gespräch äußerte die US-Ikone ihre Befürchtung, dass es das Verfahren gegen die Aktivisten lediglich deshalb gebe, weil sie sich für Tierrecht einsetzen. Bandion-Ortner berief sich auf das in Österreich geltende Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und konnte, wie das Büro der Justizministerin bestätigte, im Anschluss einen Abschlussbericht der Aktivisten über ihre Darstellung des Falls entgegennehmen.

Aber zurück zur Pressekonferenz: "Ich bin sehr gerührt, dass so viele Menschen dem Ruf des Life Balls gefolgt sind", freute sich Organisator und Aids-Life-Obmann Gery Keszler und betonte, dass die Stars für ihre Auftritte am Life Ball keinerlei Gage bekommen. Auch die Anreise und Unterkunft sei über Sponsoren gedeckt. Mit dem Charity-Event selbst will Keszler die Botschaft und die Gefahr von HIV und Aids zu den Leuten bringen - "in einer modernen, toleranten und internationalen Stadt". Die Botschaft heuer könnte deutlicher nicht sein: 12.000 bis 15.000 HIV-iInfizierte Personen leben derzeit in Österreich, täglich kommen zwei Neuinfizierungen hinzu. Besonders schockierend allerdings ist die Zahl der weltweit infizierten unter-15-Jährigen: 2,7 Millionen sollen es sein, täglich kommen 1.500 Kinder hinzu. Im Vorjahr sind trotz immer besser werdender medizinischer Versorung weltweit übrigens zwei Millionen Menschen an der Immunschwächekrankheit gestorben.

 

 

Aus Wien berichtet:

Michael Kloiber

Telefon: 0316/6051-2624
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Email: michael.kloiber@media21.at