• TOP topflop
    Christian Purrer, Vorstandssprecher

    Mit unternehmensinternem Führungs-Know-how hat er bereits gepunktet, jetzt wurde er Vorstandssprecher der Energie Steiermark.

  • FLOP topflop
    Gerhard Kurzmann, FPÖ-Landesrat

    Leider auch diese Woche Flop für Kurzmann, der sich in Sachen „Juden-Sager“ hinter Parteichef Heinz-Christian Strache gestellt hat.

  • IN topflop
    Gelenke schonen

    Schwimmen und Wassergymnastik stärken die Gelenksmuskulatur. Gut gegen Entzündungen: Vitamin E, Gemüse wie Brokkoli liefert Mineralien.

  • OUT topflop
    Gelenke be- und überlasten

    Gelenkserkrankungen sind schmerzhaft, schränken die Lebensqualität ein. Daher: Übergewicht und Überbelastung wie Extremsport meiden.

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25.11.2008, erstellt von MK

Mit Kräutern heilen und nicht vergiften!


Grazer Experten sichern die Qualität und liefern neue Wirkungsweisen rund um chinesische Heilkräuter.


Dass gegen jedes Leiden ein Kraut gewachsen ist, daran glaubt vor allem die Traditionelle Chinesische Medizin. Und diese wird ja auch bei uns immer populärer. Weil jedoch die Qualität der Kräuter aus dem Osten oft zu wünschen übrig lässt, die Ware verunreinigt ist oder aber nicht das drinnen ist, was draufsteht, arbeiten heimische Experten massiv daran, sich möglichst unabhängig vom chinesischen Markt zu machen.
„In China kennt man immerhin an die 7000 Heilkräuter, rund 600 davon werden in der Medizin verwendet. An die 200 davon kommen auch bei uns zum Einsatz“, gibt Univ.-Prof. Rudolf Bauer, Leiter des Instituts für Pharmazeutische Wissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz, Einblick. Und warnt: „Der Umgang mit chinesischen Kräutern gehört ausschließlich in die Hände von Fachleuten, sprich TCM-Ärzten und Apothekern. Wer etwa übers Internet Kräuter oder Granulate bezieht, läuft Gefahr, verunreinigte Qualität, im schlimmsten Fall sogar falsche Produkte zu erhalten. Das hat schon zu Vergiftungen geführt.“
Gerade die Qualitätssicherung und der richtige Umgang mit TCM-Kräutern war vergangenen Freitag auch Inhalt eines Workshops, den Bauer in Graz mit Experten durchgeführt hat. Bauer: „Um Probleme mit schlechter Importware auszuschließen, gehen die Bemühungen jetzt dahin, chinesische Heilkräuter hierzulande zu kultivieren – in Bayern ist das etwa bei acht Pflanzen bereits gelungen. Und wir arbeiten intensiv an weiteren Nachweisen für die Wirksamkeit der TCM-Kräuter. Studien zeigen ja vermehrt nachweisliche Erfolge, vor allem bei Asthma, chronischen Erkrankungen aber auch Malaria und Krebsleiden.“
„Aber“, so TCM-Mediziner Peter Aluani, „mit schlechter Qualität oder unsachgemäßer Anwendung kann man mitunter mehr Schaden als Nutzen anrichten, die Symptome sogar verschlimmern. TCM-Kräuter funktionieren nicht wie ein Kamillentee, den man gegen Bauchweh kocht. Da muss ein Arzt die Diagnose erstellen und eine darauf abgestimmte Mischung zusammenstellen, die meist aus sechs bis zwölf Kräutern, aber auch Samen oder Wurzeln besteht.“ In der Apotheke werden daraus Auszüge, so genannte Dekokte, hergestellt. Ein halber Liter kostet da etwa 20 bis 30 Euro.

TCM-Fakten:

  • 30.000 bis 50.000 Patienten pro Woche greifen hierzulande auf TCM-Anwendungen zurück.
  • In der Steiermark gibt es 250 Ärzte mit Akupunktur-Ausbildung und 14 mit TCM-Diplom.
  • 300 weitere Ärzte haben andere Ausbildungen und Erfahrungen auf diesem Gebiet.
  • Haupteinsatzgebiet der TCM sind chronische Erkrankungen wie Rheuma, Migräne, Kreuzschmerzen, aber auch Allergien, Stress, psychische Störungen.
  • Zur TCM gehören Heilkräuter, Akupunktur, Tuina, 5-Elemente-Ernährung, Qi Gong.
  • Zu den bekanntesten TCM-Pflanzen gehören Ginseng und Ginkgo.
  • Nachweisliche Wirkung bei chronischen Krankheiten wie Rheuma, aber auch bei Malaria und Krebs ist gegeben.
  • Aus Qualitätsgründen wird der Anbau in Europa forciert.

 

Sie erreichen die Autorin unter:

Mag. Johanna Vucak

Telefon: 0316/7070-22
Fax: 0316/7070-30
Email: johanna.vucak@media21.at