Insekten hatten 2008 massig Biss!
Doppelt so viele FSME-Fälle wie im Vorjahr – und Borrelien-Infektionen, die erst jetzt schwere Auswirkungen zeigen.

(Foto: KK)
Chronische Müdigkeit, Gelenksschmerzen, anhaltend hohes Fieber – wenn Patienten mit diesen Symptomen zu ihrem Allgemeinmediziner kommen, dann schrillen bei diesem heuer die Alarmglocken: Borrelien-Infektion! „Denn“, so der Arzt Helmut Bohr, „die Borrelien-Population breitet sich massiv aus, das beschert uns auch viel mehr Erkrankte. Ebenso wie die Tatsache, dass längst nicht mehr nur Zecken die Bakterien in sich tragen, sondern auch andere Insekten wie Gelsen vermehrt mit Borrelien infiziert sind.“
So passiert die Übertragung noch viel häufiger und rascher. Und weil sich anfangs meist keine Symptome zeigen, erste Anzeichen einer Infektion sehr unspezifisch sein können, etwa Müdigkeit oder Kopfschmerzen, wird die Erkrankung oft nicht gleich erkannt. Und das klassische Warnsignal, der wandernde rote Fleck, wird oft nicht wahrgenommen oder einfach ignoriert. Bohr: „So kann die Infektion ins Zweitstadium übergehen und sich nach Monaten oder auch erst Jahren mit starken Gelenksschmerzen oder gar einer Entzündung des Herzmuskels bemerkbar machen.“
Rund 20 Prozent der Borrelien-Infektionen nehmen diesen schwerwiegenden Verlauf. Und: „Nach vorläufigen Auswertungen müssen wir für heuer leider auch eine Verdoppelung der FSME-Fälle vermelden“, betont Marianne Wassermann-Neuhold von der Landessanitätsdirektion, dass heuer 17 FSME-Erkrankungen in der Steiermark zu verzeichnen waren – im Vorjahr gab es nur acht. Wobei die Impfmoral der Steirer erfreulich ist, denn die FSME-Durchimpfungsrate liegt bereits bei 90 Prozent.
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Sie erreichen die Autorin unter: Mag. Johanna Vucak |
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