• TOP topflop
    Christian Purrer, Vorstandssprecher

    Mit unternehmensinternem Führungs-Know-how hat er bereits gepunktet, jetzt wurde er Vorstandssprecher der Energie Steiermark.

  • FLOP topflop
    Gerhard Kurzmann, FPÖ-Landesrat

    Leider auch diese Woche Flop für Kurzmann, der sich in Sachen „Juden-Sager“ hinter Parteichef Heinz-Christian Strache gestellt hat.

  • IN topflop
    Gelenke schonen

    Schwimmen und Wassergymnastik stärken die Gelenksmuskulatur. Gut gegen Entzündungen: Vitamin E, Gemüse wie Brokkoli liefert Mineralien.

  • OUT topflop
    Gelenke be- und überlasten

    Gelenkserkrankungen sind schmerzhaft, schränken die Lebensqualität ein. Daher: Übergewicht und Überbelastung wie Extremsport meiden.

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09.03.2009, erstellt von MK

Die Frauenmedizin schwächelt!


Gender-Medizin:Frauen ticken anders – von der Medizin wird das bis dato aber nur schleppend berücksichtigt.


Beschwerden werden weniger ernst genommen, Symptome rascher ins psychische Eck gestellt – Frauen sind aufgrund ihres Geschlechts in der Medizin nach wie vor häufig Patienten 2. Klasse. „Absichten und Ansätze zur Änderung sind da, die praktische Umsetzung von Gender-Medizin geht jedoch schleppend voran“, bringt Silvia Groth vom Frauengesundheitszentrum auf den Punkt, was viele Grazerinnen tagtäglich bei ihren Arztbesuchen erleben: Die geschlechterspezifische Diagnose und Behandlung stecken nach wie vor in den Kinderschuhen. Und das, obwohl mittlerweile erwiesen ist, dass Frauen etwa bei Herzinfarkt oder Rheuma andere Symptome zeigen als Männer. Dass aufgrund des unterschiedlichen Hormonsystems und der Tatsache, dass Frauen weniger Magensäure haben, Medikamente anders wirken, Nebenwirkungen stärker und häufiger auftreten, Schmerz anders wahrgenommen wird...

Ihr Herz tickt anders

„In der Ausbildung der Jungmediziner ist Gender-Medizin im Studienplan verankert, bei bereits aktiven Kollegen basiert die Auseinandersetzung mit dem Thema auf eigenem Interesse“, betont Isabella Schmölzer, Fachärztin für Innere Medizin und Expertin für Gender-Medizin, in der Ärztekammer. Doch sie ortet eine erfreuliche Entwicklung: „Zumindest in klassischen Bereichen wie beim Herzinfarkt kommt der geschlechterspezifische Zugang zum Tragen. Heute werden Ärzte hellhörig, wenn eine Frau über Rückenschmerzen klagt. Aufgrund uncharakteristischer Symptome waren Frauen in Sachen Herzinfarkt ja bis dato in Diagnose und Behandlung massiv benachteiligt.“
Um Mediziner diesbezüglich weiter zu sensibilisieren, widmet die Ärztekammer der Gender-Medizin anlässlich der 20. Grazer Fortbildungstage einen Themenschwerpunkt.


Beispiele für Versorgungsunterschiede

  • Frauen müssen doppelt so oft zum Arzt, damit ihre Symptome ernst genommen werden!
  • Ärzte diagnostizieren bei Frauen rascher psychische Störungen wie Depressionen.
  • Rheuma wird oft falsch behandelt, weil die Krankheit zu spät erkannt wird!
  • Bei Frauen werden Alarmzeichen für einen Herzinfarkt oft falsch gedeutet, sie kommen später ins Krankenhaus und haben damit eine höheres Sterberisiko als Männer.
  • Klinische Studien werden weitgehend nur mit männlichen Versuchspersonen durchgeführt!
  • Frauen leiden häufiger unter starken Nebenwirkungen von Medikamenten, weil bei der Dosierung Faktoren wie Körpergewicht, kleinere Organe usw. nicht berücksichtigt werden. Krankheiten nehmen oft einen anderen Verlauf.

 

Sie erreichen die Autoren unter:

Mag. Johanna Vucak

Telefon: 0316/6051-2618
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Email: johanna.vucak@media21.at