Der Urlaub geht in die Verlängerung

Kaum wieder in der Arbeit und schon das Gefühl, man wäre nie auf Urlaub gewesen? Wir verlängern die Ferien!

Stress -

Im Urlaub herrlich erholt, gesund gegessen, viel Bewegung gemacht, das Handy verbannt, sich vorgenommen, künftig gesünder und stressfreier zu leben! Derart motiviert sind jetzt viele Grazer von den Ferien zurückgekommen. Kaum gehen jedoch die ersten Arbeitstage vorbei, fühlt sich so mancher wieder so sehr vom Alltag eingeholt, als wäre er gar nie auf Urlaub gewesen. Wie man dem entkommt und das Gefühl von Erholung und Wohlbefinden möglichst lange in den Herbst hineinzieht, haben uns Grazer Experten verraten:

Erholsame Elemente aus dem Urlaub in den Alltag integrieren!
„Sich fragen: Was hat mir gut getan? Die Bewegung? Dann ein, zwei Stationen früher aus dem Bus aussteigen und einen morgendlichen Spaziergang genießen. Das erinnert an den Urlaub, hebt die Stimmung“, rät die Psychotherapeutin Sabine Zankl.

Tempo verlangsamen!
Zankl: „Wenn das Telefon läutet, nicht sofort zum Hörer greifen, sondern tief durchatmen und erst nach dem dritten Läuten abheben.
Zurücklehnen! Bei der Arbeit gelegentlich zurücklehnen und an Bilder, Musik, Gerüche aus dem Urlaub denken.

Erinnerungen abrufen!
Auch der Neurologe und Burnout-Experte Manfred Walzl schlägt in dieselbe Kerbe: „Einfach ein paar Minuten abschalten, an das Meer oder die Berge denken und sich darauf freuen, dass man das im nächsten Urlaub wieder erleben wird.“

Urlaub trainieren!
Walzl plädiert auch dafür, den Urlaub täglich zu trainieren – das Bündel nicht mit nach Hause nehmen. Die Arbeit in der Arbeit lassen und nicht mit Freunden und Familie auch noch über den Job reden. Als ideal sieht er da die „After Work“-Runde. Einfach bei einem guten Glaserl eine Stunde ein Plauscherl halten, dann befreit von der Arbeit in die Freizeit gehen.

Arbeit und Freizeit klar trennen!
„Sich nach dem Urlaub nicht wieder voll in den Job stürzen – immer Freiraum für Hobbys, Familie und Freunde lassen“, appelliert der Sozial- und Berufspädagoge Gerhard Plank.

Auch bei der Arbeit Abstriche machen!
Plank: „Wer nach ein paar Wochen merkt, dass der Druck wieder wächst, dass keine Zeit für den Waldlauf oder die Kartenrunde, die man im Urlaub so genossen hat, bleibt, muss Abstriche machen – aber bei der Arbeit UND der Freizeit. Keinesfalls wieder alle Freizeitaktivitäten für den Job aufgeben.“

Ohne Stress gegensteuern!
Der Experte warnt aber auch davor, sich mit aller Gewalt zu einem Freizeitprogramm durchzuringen.
Leidenschaften entwickeln! Sich etwas suchen, das außerhalb der Arbeit begeistert.

 

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Mag. Johanna Vucak

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