Neue Herzklappe ohne eine OP
Herzklappe aus Biogewebe, die ohne Operation eingesetzt wird, war Highlight am Internisten-Kongress.

Schwindel, Ohnmacht und letztlich der Tod droht Menschen, wenn die Aortenklappe sich durch Verkalkung zunehmend verengt. „Die einzige Möglichkeit, die bisher bestand, um das Problem in den Griff zu bekommen, war ein operativer Eingriff. Und da mussten vor allem Menschen mit Mehrfacherkrankungen oder sehr hohem Alter aus Risikogründen immer wieder abgelehnt werden. Für sie gibt es nun die Alternative, eine neue Herzklappe ganz ohne Operation eingesetzt zu bekommen“, vermeldete Burkhard Pieske, Leiter der Kardiologie am LKH Graz, eines der Highlights beim Internisten-Kongress in Graz, wo ein derartiger Eingriff live übertragen wurde. Und betont: „Wir am LKH waren die Ersten in Österreich und unter den Ersten weltweit, die diese Methode zum Einsatz brachten. Von den mittlerweile 500 Eingriffen, die international durchgeführt wurden, sind mehr als 40 bei uns in Graz passiert.“ Und der Erfolg kann sich sehen lassen. Pieske: „Nach sechs Monaten sind noch 80 Prozent der Menschen am Leben, einen operativen Eingriff überleben hingegen nur 60 Prozent.“
Klappe hält zehn Jahre
Wie die Methode funktioniert? Über die Leiste wird ein Katheter eingebracht, der verengte Klappenbereich wird mittels Ballon aufgedehnt. Anschließend wird die Klappenprothese, die aus Schweinegewebe besteht, in die Klappenregion vorgeschoben, positioniert und fixiert. Der Eingriff dauert rund eineinhalb Stunden. Die Bioklappe hat eine Überlebensdauer von rund zehn Jahren; Kunstklappen, die bei jüngeren Menschen zum Einsatz kommen, überleben 30 Jahre.
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Sie erreichen die Autorin unter: Mag. Johanna Vucak |
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