Diabetes-Spritze lässt Kilos purzeln
Rund 60.000 Steirer haben ein Diabetes-Problem. LKH-Experten arbeiten an revolutionären Therapien.

(Foto: Bilderbox)
Jeder zehnte über 30-Jährige ist bereits von Diabetes betroffen – und die Tendenz ist derart steigend, dass bereits von der Epidemie des 21. Jahrhunderts gesprochen wird“, macht Thomas Pieber, Leiter der Endokrinologischen Abteilung am LKH Graz, auf ein wachsendes Problem aufmerksam. Vor allem die Langzeitkomplikationen im Zusammenhang mit Diabetes bereiten ihm Sorgen: „Wir konstatieren steigende Zahlen bei Schlaganfällen, Herzinfarkten, Erblindung, Nierenversagen oder Amputationen der Füße.“ Als Ursache für die epidemiehafte Entwicklung gelten die Überalterung der Bevölkerung sowie ungesunden Lebensstil, allem voran Übergewicht.
Tabletten & Spritzen
Hoffnung bieten jedoch neue Behandlungsmethoden, an denen in Graz intensiv gearbeitet wird. Pieber: „Wir haben ein eigenes Studienzentrum aufgebaut, das als eines der weltweit ausgewählten an der Erforschung ganz neuer Medikamenten-Typen arbeitet. So sind hier gerade neue Insuline in Entwicklung, die das Risiko für eine Unterzuckerung vermindern können. Dabei wird die Insulingabe gesteigert, die Zuckerproduktion in der Leber hingegen gesenkt. Sie haben zudem den positiven Nebeneffekt, dass sie das Sättigungsgefühl erhöhen und die Gewichtsreduktion fördern. Pieber: „Ein großer Entwicklungsschritt gegenüber den bisherigen Insulinen, die ja zu einer Gewichtszunahme geführt haben. Auch Blutzuckersensoren und neueste Generationen von Insulinpumpen werden in Graz entwickelt und getestet. „Bewähren sich diese neuen Methoden, ist in den kommenden Jahren mit einer Revolution in der Diabetes-Therapie zu rechnen“, zeigt sich Pieber hoffnungsvoll.
Wer im Rahmen der Studie neue Therapien ausprobieren will, meldet sich unter
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Sie erreichen die Autorin unter: Mag. Johanna Vucak |
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