• TOP topflop
    Christian Purrer, Vorstandssprecher

    Mit unternehmensinternem Führungs-Know-how hat er bereits gepunktet, jetzt wurde er Vorstandssprecher der Energie Steiermark.

  • FLOP topflop
    Gerhard Kurzmann, FPÖ-Landesrat

    Leider auch diese Woche Flop für Kurzmann, der sich in Sachen „Juden-Sager“ hinter Parteichef Heinz-Christian Strache gestellt hat.

  • IN topflop
    Gelenke schonen

    Schwimmen und Wassergymnastik stärken die Gelenksmuskulatur. Gut gegen Entzündungen: Vitamin E, Gemüse wie Brokkoli liefert Mineralien.

  • OUT topflop
    Gelenke be- und überlasten

    Gelenkserkrankungen sind schmerzhaft, schränken die Lebensqualität ein. Daher: Übergewicht und Überbelastung wie Extremsport meiden.

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31.05.2009, erstellt von MK

„So schlimm war’s seit ’45 nicht mehr“


Immer mehr Grazer driften nach rechts: Enormer Anstieg bei antisemitischen Übergriffen wird verzeichnet.


Übergriffe mit rechtsextremem Hintergrund dominieren seit ein paar Tagen wieder die österreichische Öffentlichkeit – und schlagen Wellen bis nach Graz: Der so genannte „Lausbubenstreich“ in Ebensee hat auch auf die Grazer mit jüdischem Glauben starke Auswirkungen. Antony Scholz, Vizepräsident der Grazer Kultusgemeinde, berichtet von einem sehr beunruhigenden Stimmungsbild: „Unsere Mitglieder sind extrem verunsichert. So einen extremen Anstieg an antisemitischen Aktionen, wie es ihn jetzt gibt, hat es seit 1945 und später beim Waldheim-Wahlkampf nicht mehr gegeben.“ Die traurige Folge: Bei Gottesdiensten müssen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden – und beim Religionsunterricht müssen Security-Bedienstete die Kinder beschützen.

Ein Problem, das auch der Polizei bekannt ist: Die Anzahl der Anzeigen nach dem Verbotsgesetz steigt zwar nicht enorm, aber ein Trend nach oben ist feststellbar. „Im Vorjahr gab es 69 derartige Anzeigen, im ersten Quartal 2009 waren es schon 21“, sagt Alexander Gaisch, Leiter des Landesamts für Verfassungsschutz. Er ortet vor allem eine bessere Organisationsstruktur hinter der rechten Szene: „Vor allem Jugendliche aus dieser Ecke sind perfekt übers Internet organisiert. Wenn wir sie vernehmen, kooperieren sie nicht mehr – weil ihnen das von ,Kollegen‘ vorab eingetrichtert wurde.“

Dass vor allem immer mehr junge Menschen sich von rechten Inhalten angesprochen fühlen, bestätigt auch der Soziologe Joachim Hainzl, der mit seinem Verein „Xenos“ Anti-Rassismus-Projekte in Schulen durchführt: „Ich hab’ Klassen, in denen sich hundert Prozent eindeutig gegen den Bau einer Moschee aussprechen.“ Dass die Kinder deswegen aber auch gleich „rechts“ seien, verneint er – aber er betont: „Rassistische Aussagen dürfen nicht mit Meinungsfreiheit verwechselt werden – so etwas darf nicht sein.“

 

 

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