Deal erspart Ersatzhaft
Eine Grazerin müsste wegen hoher Parkstrafen wieder einsitzen. Ein Deal soll Haft verhindern.

(Foto: KK)
Vom 7. Jänner bis 20. Februar hat eine Grazer Landesbeamtin wegen Parkstrafen in Gesamthöhe von 25.000 Euro einen Teil dieser Strafe im Polizeigefängnis als „Ersatzarrest“ absitzen müssen. Der Fall, „der Grazer“ berichtete exklusiv, sorgte für große Aufregung. Nach der gesetzlichen „Haftpause“ wäre Mitte August der nächste Gang in den Knast fällig. Immerhin sind noch 22.000 Euro an Parkstrafen offen. Jetzt kommt alles anders: „Ein Deal ist in Anbahnung“, bestätigt Gottfried Pobatschnig vom Parkraumreferat in der Keesgasse.
Die Grazerin müsste demnach die Hälfte der Strafe, 11.000 Euro, einzahlen und kann den Rest in Raten abstottern. Die 458 Tage Haft blieben ihr damit erspart. Strafamtsleiter Herbert Mattersdorfer: „Wenn die Stadt den Akt zurückfordert, braucht die Dame nicht mehr bei uns antreten.“ Die 11.000 Euro sollen durch enen Gehaltsvorschuss finanziert werden. Das zuständige Personalreferat als Dienstgeber will den „Deal“ nicht bestätigen. „Jedem steht es frei, einen Gehaltsvorschuss zu beantragen“, heißt es dazu aus dem Büro von Landesrat Hirt.
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