Polizei warnt: Bald „kracht“ es
Radikal motivierte Gewalttaten nehmen zu. Die Polizei warnt: 2010 kann es in Graz richtig „krachen“.

Schlagring und Co. kommen bei der Jugend immer wieder zum Einsatz!
Die Grazer Jugendszene bewegt sich in eine gefährliche Richtung. Besonders die Gruppen mit radikaler Gesinnung haben regen Zulauf, die Gefahr von brutalen Übergriffen wird immer größer, wie Sicherheitsdirektor Josef Klamminger berichtet: „Besonders die radikale linke Szene wird immer stärker, wie man an den vielen Grafittis in der Stadt deutlich sehen kann. Die Gruppen schmieren ihre Parolen illegalerweise auf Wände und richten sich vorwiegend gegen den Rechtspopulismus.“ Die rechte Szene, so Klamminger weiter, habe man derzeit besser im Griff. „Wirklich rechtsradikale Vereinigungen gibt es bei uns nicht, da diese ja gesetzlich verboten sind. Wir müssen nur sehr darauf aufpassen, dass die rechtspopulistischen Gruppen nicht ins Rechtsextreme abrutschen. Es ist nun eine Entwicklung im Gange, die durchaus Anlass zur Sorge gibt.“
Angst vor 2010
Bereits 2010 könnte es im Rahmen der Landtagswahl leicht zu richtigen Eskalationen kommen. Klamminger: „Ich kann nur dringend an alle wahlwerbenden Parteien appellieren, im Wahlkampf so wenig wie möglich zu provozieren, Maß zu halten und im Rahmen des demokratischen Rahmens zu bleiben.“ Eine Lösung sieht Klamminger nur in politischen Maßnahmen: „Das ist eine Frage der Integrationspolitik. Die muss dringend funktionieren, nur so entstehen keine radikal-nationalen Banden.“
Eine Warnung, die sich nun tatsächlich bis ins Rathaus herumgesprochen hat. Der Jugendsprecher der VP, Gemeinderat Kurt Hohensinner, will sofort den Menschenrechtsbeirat einsetzen: „Der Beirat muss die linken, rechten und religiösen radikalen Gruppen genau beobachten. Außerdem müssen die Gemeindewohnungen besser über die Stadt verteilt werden, um eine Ghettobildung zu vermeiden.“
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Sie erreichen den Autoren unter: Tobit Schweighofer |
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