Nach dem Fall des Kommunismus wurde Russland zur Spielwiese der Architekten von Weltrang, die, oft gestützt von bestens betuchten Oligarchen, ihre Visionen in die Tat umsetzen konnten. Der russische Klassizismus sowie die konstruktivistischen stalinistischen Monsterbauten gehörten der Vergangenheit an, die Russen waren offen für Neues. Auch der Grazer Peter Eichberger mischt mit seinem Architekturbüro „Pasmos“, das Niederlassungen in Wien und Moskau hat, auf dieser Spielwiese seit zehn Jahren erfolgreich mit.
Eichberger konnte sich bereits einige prestigeträchtige Aufträge sichern: Er baute unter anderem das damals größte Autohaus Europas in Moskau und das 10.000 Besucher fasssende Eishockey-Stadion in der russischen Millionenstadt Omsk. Das soll aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Eichberger, der derzeit auch an der Rekonstruktion des vergessenen Knittelfelder Stadtteils Neustadt werkt, steht derzeit nur die Wirtschaftskrise im Weg: „Fast alle russischen Bauprojekte wurden gestoppt oder verschoben, aber das ist nur eine Frage der Zeit, bis es wieder läuft. Der Bedarf in Russland ist noch immer sehr groß. An Aufträgen mangelt es uns aber zum Glück trotzdem nicht.“ Am Programm stehen ein Wellness-Center in Moskau, das voraussichtlich im kommenden Jahr fertig werden wird, sowie Bürogebäude und Autohäuser in der Ukraine und in Russland sowie ein SOS-Kinderdorf in Armenien.
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