• TOP topflop
    Gerd Kühr, Komponist

    Der Grazer Komponist wurde von Bundespräsident Heinz Fischer mit dem Österreichischen Kunstpreis 2011 im Bereich Musik ausgezeichnet.

  • FLOP topflop
    Gerhard Kurzmann, FPÖ-Landesrat

    Oje! Der Verkehrslandesrat streicht die Fördergelder für Radfahrkurse an Grazer Volksschulen. Nun bangen die Kids um ihr Radtraining.

  • IN topflop
    Gelenke schonen

    Schwimmen und Wassergymnastik stärken die Gelenksmuskulatur. Gut gegen Entzündungen: Vitamin E, Gemüse wie Brokkoli liefert Mineralien.

  • OUT topflop
    Gelenke be- und überlasten

    Gelenkserkrankungen sind schmerzhaft, schränken die Lebensqualität ein. Daher: Übergewicht und Überbelastung wie Extremsport meiden.

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10.04.2009, erstellt von MK

Graz wird jetzt zur Hippie-Kommune


Hanfplantagen, nackte Radler und Camping-Städte: 100 Künstler machen die Landeshauptstadt ab Mai zu „Woodstock 2“. Was aber halten Sie davon? - Alle Infos und die große Umfrage!


(Foto: KK)


Exakt 40 Jahre ist es her, dass in der amerikanischen Kleinstadt Bethel eines der legendärsten Feste der jüngeren Geschichte über die Bühne ging – Woodstock hat damals Geschichte geschrieben. Geschichte, die bis ins Heute reicht, und auch bis nach Graz: Denn heuer soll auch die steirische Landeshauptstadt „Woodstock-Feeling“ verströmen – bei einem vier Monate dauernden Riesen-Festival, bei dem etwa 100 Künstler die Stadt unter dem Motto „Peace, Love and Happiness“ in Atem halten.

„Absolutely free“ nennt sich die Aktion – koordiniert vom Landesmuseum Joanneum –, bei der ab Anfang Mai beinahe täglich Veranstaltungen und Interventionen im öffentlichen Raum stattfinden; musikalische Größen treten auf und eine Ausstellung arbeitet die 68er-Geschichte auf (siehe Info-Kasten).
Die Grazer werden dem kaum entgehen können: Denn auf der Agenda stehen auch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen wie etwa der „Naked Bike Ride“ – nackte Radler werden dabei durch die Stadt geschickt – oder der „Rebel Clowns Workshop“ – eine Clown-Armee, die auf „die unschuldige Grazer Bevölkerung losgelassen wird“, wie es heißt.

Hanf und Hängematten

Beim Zentrum der Veranstaltung, dem Joanneum in der Neutorgasse, setzt man auf Kommunen-Flair: „Ein Wohnwagen-Park wird – sozusagen als Vorbereitung auf den neuen Museumsquadranten – dort stehen; autark und mit eigener Strom- und Wasserversorgung“, so Sabine Fauland, Presse-Verantwortliche des Festivals. Ebenfalls dort zu finden: eine Hanf-Plantage. „Hanf dient dabei als extravagante, verbotene und zugleich legendäre Pflanze und gestalterisches Mittel.“ Wer jetzt weiterdenkt, sei beruhigt: „Es handelt sich um Industriehanf, also nicht um potente Pflanzen.“ Die Polizei wird sich demzufolge nicht um Überwachung bemühen müssen.

„Absolutely free“ soll aber mehr sein als reine Gaudi – Ed Hauswirth, einer der führenden Köpfe der Veranstaltung, klärt auf: „Uns geht es um die Enkel der 68er-Generation. Die stehen im Brennpunkt, denn sie müssen ja jetzt mit dem Erbe der 68er umgehen.“ Die Frage dabei sei, wie die Hippies von damals ihr Brauchtum an die nächste Generation weitergegeben haben – „Und was ist heute noch davon zu finden?“, fragt Hauswirth. „Sind ähnliche Geisteshaltungen bei der heutigen Jugend – wie etwa bei der mehr oder weniger totalen Gleichberechtigung im Internet – zu finden? Oder schaut das nur so aus?“ Das Konzept des Festivals sei aber keineswegs, Patentlösungen zu liefern. „Diese Fragen werden aufgeworfen, die Antworten liefern sich von selber.“

Protest-Mini auf Tour

Schon jetzt wird übrigens daran gearbeitet, eine kritische Basis aufzubauen: Der Protest-Mini ist quer durch die Steiermark unterwegs – per Auto werden schriftliche Proteste eingesammelt. Diese werden am 1. Mai im „längsten Protest-Song der Welt“ präsentiert – wobei die Steirer sich bisher schon so protestfreudig zeigen, dass „daraus eher eine Protest-Oper werden wird“.


Das Voting ...
... finden Sie hier.


Zahlen und Fakten rund ums Festival:

  • Das vom Land zur Verfügung gestellte Budget für das Festival beträgt etwa 500.000 Euro.
  • Insgesamt nehmen mehr als hundert Künstler (alleine 77 davon bei der Ausstellung im Joanneum) und acht Kulturwissenschafter daran teil.
  • „Trau keinem über 30“: Die Künstler und Wissenschafter sind allesamt unter 30 – so soll das Ereignis von 1969 durch einen „jugendlichen Filter“
    betrachtet werden.
  • Im Rahmen der Ausstellung werden 39 Zeitzeugen-Interviews präsentiert.


Absolutely free - das Programm:

  • Ausstellung: Landesmuseum Joanneum, Neutorgasse 45, von 1. 5. bis 16. 8. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr
  • Musik: z. B. Saul Williams (2. 5., Postgarage), CocoRosie (1. 7., Kasematten), Josh Rouse (8. 8., Joanneum)
  • Interventionen: Guerilla Gardening (Spatenstich: 10. 5., Joanneum), Naked Bike Ride (26. 6., Start beim Joanneum), Hanf, Heu und Hängematten (ab 3. 5., Joanneum)
  • Info: www.absolutely-free.at

 

Sie erreichen die Autoren unter:

Mag. Evelyn Peternel

Telefon: 0316/6051-2617
Fax: 0316/ 6051-2641
Email: evelyn.peternel@media21.at

 

 

 

 

 

 

 

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