Denkmal-Diskussion
Grüne kritisieren: Nur acht Grazer Denkmäler wurden von Frauen gemacht – und viele Werke sollen Schäden aufweisen.

Der Ehrenring von Barbara Baur-Edlinger ist beschädigt.
Nur acht von 49 Grazer Denkmälern wurden von Frauen gemacht. Grund genug für die Grünen-Frauensprecherin Daniela Grabe, in die Offensive zu gehen: „Im Laufe der letzten Jahrzehnte kamen immer nur sehr wenige Frauen zum Zug. Außerdem sind viele der Kunstwerke in einem ziemlich schlechten Zustand. Manche wurden offenbar überhaupt abgebaut und sind verschollen.“
Beispielhaft ist hier das Kunstwerk „Mahnmal“ von Veronika Dreier erwähnt, das bis 2004 am Kapistran-Pieller-Platz stand und die Frauen-Notrufnummer zeigte. „Die Skulptur wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einfach abgebaut, danach wusste niemand, wo sie sich befand. Irgendwann wurde sie dann doch im Kulturamt gefunden, aber alle Versuche, sie wieder aufzustellen, scheiterten. Solche ärgerlichen Vorkommnisse passieren gerade den weiblichen Künstlerinnen immer wieder“, ärgert sich Grabe.
Ein weiteres trauriges Faktum sei, so Grabe, der Zustand der Skulpturen. „Auch wenn Kulturstadtrat Wolfgang Riedler nichts dafür kann, dass früher so wenig Kunstwerke von Frauen entstanden, sollte er besser darauf achten, dass die Werke in einem guten Zustand sind.“
Im Büro des Grazer SP-Chefs Riedler ruft man die Grazer zur Mithilfe auf: „Wir machen natürlich regelmäßig Kontrollen und bessern die Schäden aus, die wir erkennen. Aber es kann immer sehr schnell etwas kaputtgehen und um täglich zu kontrollieren, fehlen uns die Leute. Wir bitten darum alle Grazer, sich bei uns zu melden, wenn ihnen ein Schaden bei einem Kunstwerk auffällt. Wir werden dann alles in die Wege leiten, damit der Schaden schnellstmöglich behoben wird.“
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Sie erreichen den Autoren unter: Tobit Schweighofer |
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