Ein Filmer kehrt zurück
en mehrfach ausgezeichneten Film „Intinahui“ des Grazers Klaus Schrefler gab’s schon in Kinos auf der ganzen Welt zu sehen. Jetzt wird der Streifen erstmals in Graz gezeigt.

Klaus Schrefler (Foto: KK)
Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.“ Ein Spruch, der gerne und zu oft angewandt wird, aber auf den Grazer Künstler Klaus Schrefler tatsächlich zutrifft. In Indien, den USA, Kanada, Frankreich und Dänemark gab es seinen Animationsfilm ,,Intinahui“ schon zu sehen. In Graz hingegen blieb die Leinwand bislang finster. Dies ändert sich jetzt: Der Streifen ist noch bis Donnerstag, 19. 11., im Schubertkino zu sehen.
Weltreise eines Films
Warum es erst dieser Weltreise bedurfte, bevor der Streifen hierzulande anlaufen konnte, ist auch Schrefler selbst nicht klar. „Wir wurden auf internationale Festivals eingeladen und von den hiesigen eben abgelehnt. Ich weiß ehrlich nicht, warum das so ist.“ Dabei gingen die internationalen Auftritte sehr erfolgreich über die Bühne. Beim Filmfestival „WorldFest“ in Houston erhielt der Film eine Auszeichnung, in Indien erhielt er eine Einladung zum größten Filmfestival des Landes, zu dem nur 20 Kurzfilme aus aller Welt eingeladen wurden. Schrefler: „Die Reaktionen dort waren ebenfalls positiv, das war für mich besonders interessant, da die indische Filmkultur mit den Bollywood-Filmen ja ganz anders ist als unsere.“
„Intinahui“ ist aber auch nicht unbedingt im westlich gängigen Erzählgenre einzuordnen. Schrefler: „Der Film ist in gewisser Weise ein Experiment. Wie in anderen Kunstrichtungen schon üblich, wollte ich auch im Film ein Thema über dreidimensionale Abstraktionen veranschaulichen.“ Dabei scheute der Grazer Künstler, der auch für seine Skulpturen bekannt ist, jahrelange Arbeit nicht. In acht Jahren bearbeiteten er und sein Team 500.000 Einzelbilder, um das 30 Minuten lange bildgewaltige 3D-Abenteuer zu schaffen.
Das ewige Leben
„Intinahui“ erzählt in 30 Minuten vom Kreislauf des Lebens, den roten Faden der Darstellung bilden dabei die Zahlen eins bis neun, gedeutet und interpretiert anhand der Zahlenmystik der indigenen Bevölkerung der Andenregionen. „Als ausgebildeter Biologe interessiert mich der Kreislauf des Lebens speziell. Ich habe bei der Umsetzung der 3D-Animation darum auch bewusst keine Schnitte gesetzt, alles fließt, alles ist ein ewiger Kreislauf. Als Zuseher kann man, wie in einer Ausstellung, von Bild zu Bild wandern und sich die Geschichte über seine eigenen Emotionen erzählen lassen.“
Der Erfolg animiert Schrefler zu weiteren 3D-Abenteuern: „Das war sicher nicht meine letzte Arbeit, ich habe auch schon jede Menge Ideen für den nächsten Film.“
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Sie erreichen den Autoren unter: Tobit Schweighofer |
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