So wird Ihr Auto zur „warmen Stube“

Im Winter in ein warmes Auto steigen zu können, hat seine Vorteile – allerdings auch seinen Preis.

eis kratzen - (Foto: ARBÖ)
(Foto: ARBÖ)

Tiefe Temperaturen bringen für Autofahrer oft unangenehme Nebeneffekte mit sich: Eis abkratzen oder kalte Sitze sind nur einige davon. Dennoch – den Frostfaktor im Auto kann man mittels Standheizung minimieren, wenngleich dieser Komfort nicht gerade billig ist.

Das bestätigt auch ÖAMTC-Experte Friedrich Ligg: „Die Kosten für den Einbau einer Standheizung belaufen sich auf 1500 bis 2500 Euro“, so der Fachmann. Allerdings spielt „das Alter des Autos dabei keine große Rolle“. Will heißen, dass sich auch ältere Modelle den Luxus einer Standheizung (aus technischer Sicht) leisten können. Luxus, der nicht nur für den Autofahrer, sondern auch für die Umwelt eine Wohltat ist, wie Ligg erklärt: „Der Schadstoffausstoß ist sehr gering, daher ist das Verfahren umweltfreundlich. Zudem ist die Standheizung teils auch bei Wagen mit Bio-Sprit einsetzbar.“

Beanspruchte Batterie

Und nicht nur das spricht für eine geringe Belastung der Umwelt, denn durch dieses System wird auch der Motor vorgeheizt, wodurch ein Kaltstart mit stärkerem Schadstoffausstoß vermieden und die Lebensdauer des Fahrzeuges auf Dauer verlängert werden kann.

Die Lebensdauer der Batterie könnte durch die Standheizung hingegen verringert werden. Denn: Die Heizung selbst verbraucht zwar den jeweiligen Treibstoff, das Gebläse (das für nahezu eisfreie Scheiben sorgt) allerdings greift auf die Batterie zurück. Daher braucht die Lichtmaschine ungefähr jene Zeit zum Aufladen der Batterie, die zuvor zum Aufwärmen des Autos benötigt wurde: „Das kann vor allem im Stadtverkehr durch erhöhten Leerlauf auf Dauer ein Problem für die Batterie darstellen“, weiß Ligg. Auch größere und stärkere Batteriesysteme zögern diesen Effekt laut Ligg nur hinaus.

Die rund 20-minütige Vorwärmphase startet übrigens automatisch mittels Zeitschaltuhr, manuell mit einer Fernbedienung oder ganz modern auch via Knopfdruck am Handy. Ebenfalls modern: Neue Standheizungen, die man schon beim Neukauf des Autos als Sonderausstattung bestellen kann, passen den Energieverbrauch für die Aufwärmphase zudem der Außentemperatur an.

Hinweise:

  • Wegen der entstehenden Abgase dürfen Standheizungen aus gesundheitlichen Gründen nicht in Garagen in Betrieb genommen werden.
  • Standheizungen können nicht dadurch ersetzt werden, dass man den Motor am Stand warmlaufen lässt. Das ist laut Kraftfahrgesetz sogar verboten.

 

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Michael Kloiber

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