Wildunfall: Da ist ein Hase 125 Kilo schwer!
Herbstzeit ist Wildunfallszeit! Und weil Rehe und Hasen beim Überqueren einer Straße nicht links oder rechts schauen, heißt’s: „Autofahrer, Vorsicht!“

(Foto: n24.de)
Heute Abend gibt es bei uns gespickten Fasan“, sagt ein Mann zu seinem Kumpel. „Wo hast du den gekauft?“, fragt dieser. „Gekauft – wieso? Den habe ich gestern auf der Fahrt nach Wien mit meinem Wagen abgeschossen.“ Blöder Witz! Aber in der Tat nehmen Wildunfälle wieder enorm zu. Die Tiere sind gezwungen, auf der Suche nach Futter weitere Strecken zurückzulegen. „Oft müssen sie dabei Verkehrswege überqueren, was nicht selten mit einem Unfall endet – für viele Tiere tödlich, für die Autofahrer mit erheblichen Sachschäden und auch manchmal schweren Verletzungen“, so Sieglinde Rernböck vom ARBÖ.
Bei einem Unfall mit einem Wildtier werden enorme Kräfte frei. Ein Hase mit zirka 5 kg Gewicht wird bei 100 km/h plötzlich zu einem Geschoss mit rund 125 Kilo. Ein 40 kg schweres Reh prallt mit fast einer Tonne auf, Hirsche und Wildschweine erreichen ein Aufschlaggewicht von weit über einer Tonne. Um diese Kräfte zu minimieren, so der ARBÖ, bleibt den Autofahrern nur eines übrig: Tempo reduzieren. Übrigens, der Bremsweg auf nassen Straßen mit teilweise feuchtem Laub ist um bis zu 300 Prozent verlängert. Hier einige Tipps gegen Wildwechsel-Unfälle:
Speziell am Land auf wenig befahrenen Nebenstraßen besonders vorausschauend fahren. Mit angemessenem Tempo durch Wildwechsel-Zonen fahren. Mit Wildwechsel ist vor allem bei Übergängen zwischen Feld und Wald, in Waldbereichen oder bei Obstgärten zu rechnen. Überquert Rotwild in der Dämmerung oder Nacht die Straße, mehrmals kurz die Hupe betätigen, Dauerhupen aber vermeiden.
Fernlicht irritiert das Wild, sodass es einfach auf der Fahrbahn stehen bleibt.
Ist ein Unfall passiert, dann die Polizei verständigen und keinesfalls das Tier nach Hause mitnehmen.
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Sie erreichen den Autor unter: Vojo Radkovic |
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