Moskau, die Metropole der Gegensätze
Nach Moskau! – das wollten schon Cechovs „Drei Schwestern“. Die russische Hauptstadt, beliebt wie nie zuvor.

Lange Zeit war die Metropole an der Moskva „Sperrgebiet“ für Durchschnittstouristen – ein Visum zu bekommen, war schwierig; wer keine Russisch-Kenntnisse hatte, war zumeist auf verlorenem Posten. Mittlerweile hat sich die Lage enorm gewandelt: Unzählige Reiseveranstalter bieten Pauschalreisen in die russische Hauptstadt – eine Stadt, die sich seit dem Zerfall der UdSSR stark gewandelt hat.
Gegensätze beherrschen das Stadtbild: Der Rote Platz samt Lenin-Mausoleum, die berühmte Basilius-Kathedrale und das Glamour-Kaufhaus GUM – immerhin das größte und vermutlich pompöseste Russlands – stellen den einen Teil der Metropole dar.
Wolkenkratzer-Boom
Daneben beherrschen Kräne und Bagger das Stadtbild: Am linken Ufer der Moskva entsteht derzeit „Moscow City“. Ein hochmodernes Wolkenkratzerviertel, das mit dem Naberenaja Tower über eines der höchsten Gebäude Europas verfügt – weit höher als jene von Stalin erdachten Riesen-Bauten im „Zuckerbäckerstil“, die bisher das Stadtbild prägten. 100.000 Menschen sollen im neuen „Manhattan“ Moskaus, das bis 2012 fertiggestellt sein soll, Platz finden.
Neben dem Erkunden des „reichen“ Moskau aber lohnt es sich, auch einen Blick hinter die Fassaden – vor allem in die äußeren Bezirke – zu werfen: Denn Moskau ist nicht nur eine der teuersten Städte der Welt, sondern vor allem von Armut beherrscht. 10,5 Prozent der Moskauer leben in Armut – landesweit ist es gar ein Fünftel.
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Sie erreichen die Autorin unter: Mag. Evelyn Peternel |
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