Bei Toinou bleibt die Küche stets kalt
Ein Schmelztiegel der Nationen, der zu jeder Jahreszeit die Besucher in seinen Bann zieht.

(Foto: Vucak)
Am alten Hafen bieten Fischer ihre Ware feil, im afrikanisch-arabischen Viertel duftet es nach Couscous, in den Künstlervierteln versuchen Straßenmusiker, sich rasch ein paar Cent zu verdienen, und bei „Toinou“ werden die ersten Tische für den Mittagsansturm gedeckt. Dort bleibt die Küche zwar kalt, die Tische biegen sich dennoch vor Austern, Garnelen, Muscheln, Meeresschnecken und Co. Die kommen bei Toinou roh auf den Tisch – ein bisschen Sauce, ein Stück Baguette, ein Gläschen Wein. Bon Appetit! Die ideale Stärkung für den Aufstieg zum Wahrzeichen der 1-Millionen-Einwohner-Stadt: die Basilika Nôtre Dame de la Garde mit der berühmten vergoldeten Madonna auf der Turmspitze.
Felsmassiv und Strand
Sportliche können direkt vom Stadtrand aus zu Wanderungen in die Calanques, die eindrucksvollen rote Felsmassive, aufbrechen. In einer knappen Stunde vom Cap Croisette aus erreicht man eine erste traumhafte Bucht. Wer die Kondition für einen Tagesmarsch aufbringt, nimmt die Route von Marseille bis nach Cassis – Fels, Meer, immer wieder Badebuchten, Ruhe! Für Kletterer ein Paradies.
Marseille ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge: Zwei Autostunden im Westen liegt die Camargue; zwei Autostunden östlich, Richtung Toulon, kann man mit der Fähre auf die Insel Porquerolles übersetzen – weißer Sandstrand, Palmen, Karibik pur! Weinfreunde starten ins Hinterland, besuchen Châteauneuf du Pape (Achtung, Touristenströme!), Insider süffeln lieber in Gigondas ihre Weine und packen sich ein Flascherl der Domaine Clos du Joncuas ein. Eine Reise wert ist auch die Fiesta del Sud – ganz Marseille wird zur Klangwolke.
Mit dem Auto erreicht man Marseille in etwa 13 Stunden, per Flugzeug geht es ab Graz und weiter über München.
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Sie erreichen die Autorin unter: Mag. Johanna Vucak |
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