Ein Magermodel hängt an keiner Wand
Die weiß-grünen Kalender verzichten im kommenden Jahr zur Freude aller Models auf zu magere Fotomodelle. Karl Lagerfeld zum Trotz!

Charlotte etwa ziert sexy und mit schafen den 201023-Jungbauernkalender. Magermodel ist gottlob keines. (Foto: Jungbauernkalender 2010)
Gut gebaut ja – spindeldürr nein. Ein Motto, das sich alle Kalender mit Steirer-Beteiligung heuer auf ihre Fahnen geheftet haben. Die 2010-Editionen von Waldbauern, Zimmerern, Feuerwehren, Maurern und Tischlern zeigen keine Magermodels. Und das freut auch die Protagonisten selbst. „Stargirl“-Kalender-Model Sandra bringt es auf den Punkt: „Für mich sind Frauen, die ganz mager sind, einfach nicht schön.“ Nur Haut und Knochen wären für die Grazerin unansehnlich: „An einer Frau muss ja etwas dran sein.“
Ähnlich sieht das Charlotte aus dem diesjährigen Jungbauern-Kalender: Die Aussage von Modezar Karl Lagerfeld („Da sitzen dicke Muttis mit der Chipstüte vorm Fernseher und sagen, dünne Models sind hässlich“) empfindet sie gelinde gesagt „als totalen Schwachsinn. So dünne Models – das geht überhaupt nicht“.
Ein bisschen anders sieht das Alex, der bereits zum dritten Mal im „Skilehrer“-Kalender mit dabei ist: „Bestimmen tut solche Schönheitsideale ja immer die Masse. Klar, es wird zum Problem, wenn manche krankhaft hungern.“ Kein Problem hat er hingegen mit der Nacktheit vor der Kamera: „Wenn man nett ausschaut, warum nicht? Da soll es Schlimmeres geben!“ Nackt zu posieren war bei „Jungbauer“ Gilbert indes nie ein Thema: „Es war alles so locker, wir konnten uns ausziehen, so weit wir wollten – nichts war gezwungen.“ Magermodels sind für den waschechten Steirerbuam aber maßlos übertrieben: „Ein Strich in der Landschaft ist für mich auf keinen Fall ein Schönheitsideal“, sagt er und ergänzt: „Frauen brauchen einfach Rundungen!“
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Sie erreichen den Autor unter: Michael Kloiber |
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