Die Liga mag keine fliegenden Becher

Bundesliga stößt Zubrot für Sturm-Jugend sauer auf. „Fliegende Becher“-Tradition soll eingestellt werden.

Es wurde bei den Sturm-Heimspielen zu einer schönen Tradition der Fans: Nach dem Schlusspfiff wurden die leeren Pfandbecher auf das Spielfeld geworfen und die Balljungen sammelten alle eifrigst ein. Das Geld floss in die Jugendabteilung der Blackys. Damit soll nun aber Schluss sein. „Wir wurden bereits zweimal von der Liga verwarnt und ersuchen die Fans nun, das nach dem Schlusspfiff zu unterlassen. Es dürfen einfach keine Gegenstände auf das Spielfeld geworfen werden“, appelliert Medienbetreuerin Daniela Mayr. Der im Vorstand für die Jugend zuständige Christian Jauk kann über diese Verwarnungen aus Wien nur den Kopf schütteln: „Es ist noch nie jemand verletzt worden, und ich sehe diese Aktion als schöne Geste der Fans an den Verein.“ Für die Jugend bedeutet dies nun den Verlust einer schönen Summe. Laut Jauk wurden pro Spiel rund 500 Becher gesammelt, was hochgerechnet auf die Saison einen Betrag von 9000 Euro ausmacht. „Unser Budget für die Jugend beträgt 100.000 Euro. Da waren die Becher-Einnahmen ein schönes Zubrot für uns.“
An einer Lösung für die Zukunft wird laut Mayr gebastelt. Angedacht sind unter anderem Tonnen bei den Ausgängen, in denen die Becher „entsorgt“ werden können.

 

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Robert Ernst-Kaiser

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