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20.12.2008, erstellt von MK

Das Drehbuch des Sturm-Präsidenten


Sturm-Boss Rinner will Pokal stemmen, schmettert Kritik an ihm ab und freut sich über Sponsor-Flut.


(Foto: GEPA)


Mit dem gestrigen Spiel gegen Altach verabschiedeten sich die Blackys in den verdienten Winterschlaf. Die Truppe überwintert in Schlagdistanz zu einem UEFA-Cup-Platz und steht im Cup-Achtelfinale. „Diesen Erfolg zu planen, wäre überheblich gewesen. Hätte ich ein Drehbuch geschrieben, dann hätte es so wie die Herbst-Saison ausgesehen“, freut sich Präsident Hans Rinner (Bild) über die gezeigten Leistungen. Für ihn standen weitere sportliche Erfolge auch nach den Abgängen im Sommer außer Frage: „Ich habe uns nie als Mittelständler gesehen. Es war nur die Frage, wie lange Franco Foda braucht, um das Team neu zu formen. Dass es so schnell funktioniert hat, ist sicher sein Verdienst.“ Die Abgänge sorgten bei Rinner auch für die größte Enttäuschung des Jahres. „Säumel und Prödl waren o. k. Die drei anderen teilten uns ihre Entscheidung erst im letzten Abdruck mit. Daraus haben wir sicher gelernt.“

Sportlich läuft für den Sturm-Boss also alles positiv. Wie auch die Konsolidierung des Vereins. Mitte Jänner feiert Rinner seinen „2. Geburtstag“ als Präsident. Auch diese 23 Monate Regentschaft stimmen ihn glücklich: „Das Sanierungsprojekt macht sechs Millionen Euro aus, die auf drei Jahre konzipiert waren. Also sollten wir bis Ende 2009 alles erledigt haben.“ Besonders erfreulich ist die Sponsorenentwicklung. Laut Rinner waren bei seinem Amtsantritt 120.000 Euro an Verträgen vorhanden. „Mittlerweile konnten wir die Summe auf vier Millionen Euro anheben“, freut sich der Weststeirer.

Unruhe kam im Sommer beim Rücktritt von Walter Hörmann auf. Dabei wurde auch Kritik am Führungsstil des Präsidenten laut. „Ein Führungswechsel bedeutet auch Kulturveränderung. Es wird immer Leute geben, die diesen nicht mitmachen können, und das verursacht Unstimmigkeiten. Für mich war es nie ein Problem und mittlerweile hat sich das Thema auch erledigt.“

Was wäre für ihn das perfekte Geschenk zum 100-jährigen Vereinsjubiläum? „Im Cup haben wir alle Chancen auf den Titel. Das wäre ein Traum. Vom Meistertitel zu sprechen, wäre vermessen.“

 

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Robert Ernst-Kaiser

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