In Pachern „hofft“ man auf Ivo Vastic
Der SV Pachern will Ivica Vastic zurück nach Graz holen. Der Grazer Vorort soll das Hoffenheim von Österreich werden.

(Foto: GEPA)
In der Deutschen Fußball- Bundesliga sorgen die Mannen von Hoffenheim für Furore. Von der Regionalliga wurde in die oberste Spielklasse durchmarschiert und mit dem Herbstmeistertitel verblüfften die Kicker aus Heidelberg Fußball-Deutschland. So weit wird es für den SV Pachern nicht gehen – Parallelen sind aber zu erkennen. Die Einwohnerzahl Hoffenheims beträgt 3272 Personen. In Pachern sind es sogar 4312. Tritt in Hoffenheim Dietmar Hopp als Mäzen auf, heißt dieser im Südosten von Graz Manfred Fröhlich. Der MPS-Chef gibt auch offen zu, dass man den Erfolg der Hoffenheimer gerne kopieren würde: „Unser Ziel ist es ebenfalls, unseren Fans attraktiven Fußball zu bieten. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, vom Platzwart bis zum Goalgetter, eine professionelle Einstellung.“ Diese würde Ivica Vastic, dem man einen Ausklang seiner Karierre unweit von seinem Haus in Raaba schmackhaft machen will, mitbringen: „Es hat Gespräche mit Vastic gegeben“, bestätigt Fröhlich, dem ein Publikumsmagnet à la Ivo in seinem Verein natürlich gefallen würde. „Denn wir wollen auch die Jugend einbinden, diese könnte von solch erfahrenen Spielern natürlich eine Menge lernen“, erklärt der Präsident des SV MPS Pachern. Weiters verrät Fröhlich, dass man auch mit Sturm Graz in Verhandlungen stehe, um den einen oder anderen Spieler nach Pachern zu lotsen.
Ziel Regionalliga
Sportlich: In der Oberliga Mitte führt man souverän die Tabelle an und mit Günter Nöst wurde im Winter der Co-Trainer zum Chef gemacht. Auch an der Transferfront sorgte man für Staunen. Kapfenberg-Verteidiger Thomas Lechner wechselte im Winter zum Herbstmeister. Er beginnt in Graz ein Studium und arbeitet im Büro von MPS. Sportliches Ziel: „Der Aufstieg ist ein Muss, danach wollen wir in der Landesliga einen Cup-Platz erreichen und über kurz oder lang in die Regionalliga“, so der sportliche Leiter Thomas Sammer. Auch drumherum passiert einiges. Ende März wird mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes begonnen und im Sommer erfolgt die Vergrößerung des Hauptspielfeldes auf internationale Maße. Damit will man ausländische Topklubs für ein Trainingslager nach Pachern locken.
Generell gilt Hart bei Graz – Pachern ist ein Ortsteil – als sportverrückte Gemeinde: Erst voriges Jahr wurde, nur wenige Meter vom Fußballstadion enfernt, die neue Eishalle eröffnet, in der jährlich rund 350 Spiele mit insgesamt 2000 Spielern der „Nationalen Hockey Liga Graz“ ausgetragen werden.
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Thomas Luef
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