• TOP topflop
    Gerd Kühr, Komponist

    Der Grazer Komponist wurde von Bundespräsident Heinz Fischer mit dem Österreichischen Kunstpreis 2011 im Bereich Musik ausgezeichnet.

  • FLOP topflop
    Gerhard Kurzmann, FPÖ-Landesrat

    Oje! Der Verkehrslandesrat streicht die Fördergelder für Radfahrkurse an Grazer Volksschulen. Nun bangen die Kids um ihr Radtraining.

  • IN topflop
    Gelenke schonen

    Schwimmen und Wassergymnastik stärken die Gelenksmuskulatur. Gut gegen Entzündungen: Vitamin E, Gemüse wie Brokkoli liefert Mineralien.

  • OUT topflop
    Gelenke be- und überlasten

    Gelenkserkrankungen sind schmerzhaft, schränken die Lebensqualität ein. Daher: Übergewicht und Überbelastung wie Extremsport meiden.

E-Paper
Die gesamte Ausgabe
als PDF zum
Download
E-Paper

06.07.2009, erstellt von

Sechs Brüche und ein Meisterteller


Bewegte Karriere: Martin Amerhauser über seinen neuen Job, vergangene Jahre und verpasste Auslands-Chancen.


Nach 380 Bundesliga- (117 für Salzburg, 263 für den GAK) und 45 Regionalligaspielen, zwölf Einsätzen im Nationalteam sowie Auftritten im UEFA-Cup und in der Champions League sowie nach sechs Knochenbrüchen hängt Martin Amerhauser seine Schuhe an den Nagel und steigt ins Trainergeschäft ein. „Die zehn Tage nach Saisonschluss habe ich noch mein Laufprogramm abgespult und mich als Spieler auf die neue Saison vorbereitet. Gespräche mit dem Verein ergaben dann jedoch, dass ich nun als Co-Trainer beim GAK weiterarbeite“, so der gebürtige Salzburger.


Zurückblicken kann er auf eine bewegte Karriere als Spieler. Sein Stern ging am 7. Dezember 1993 auf: In der Verlängerung sorgte er gegen Sporting Lissabon für das entscheidende 3:0 im UEFA-Cup. Endstation damals war erst im Finale. „In dieser Zeit war ich Halbprofi und dachte mir, dass das eigentlich ein lässiger Beruf wäre“, grinst der heute 34-Jährige. Gesagt, getan. Wurde er im Jahr 1995/96 zum GAK verliehen, wechselte er 1999 nach drei Meistertiteln mit Salzburg endgültig an die Mur. Dabei gab es zu diesem Zeitpunkt ein Probetraining beim FC Liverpool und ein konkretes Angebot von Nottingham. Amerhauser: „Es war aberrasch klar, dass ich wieder nach Graz gehe. Mir haben das Umfeld und der Verein getaugt. Obwohl Liverpool eine einmalige Gelegenheit gewesen wäre.“

Keine Fluchtgedanken

Acht Jahre in der Bundes- und zwei in der Regionalliga absolvierte er für die Rotjacken am Stück. Auch der Absturz nach dem Double 2004 war für den Salzburger kein Grund, die „Flucht“ anzutreten. „Es ist immer eine Frage der Optionen. Außerdem lebt meine Familie in Graz und man hat immer die Hoffnung, dass es mit dem Klub weitergeht“, stand ein Klubwechsel nie wirklich zur Debatte. Dafür wird jetzt mit Trainer Gregor Pötscher über Aufstellungen und Trainingspläne diskutiert.
Einmal wird man Amerhauser noch aktiv am Feld sehen. Voraussichtlich gibt es am 22. Juli ein Abschiedsspiel. Als Gegner wird versucht, Austria Salzburg nach Graz zu lotsen. Dieser Verein wurde ja nach dem Red-Bull-Einstieg neu gegründet und spielt mittlerweile in der 1. Landesliga. Amerhauser: „Für 15 Minuten werde ich Luft haben ...“

 

Sie erreichen den Autor unter:

Robert Ernst-Kaiser

Telefon: 0316/7070-24
Fax: 0316/7070-30
Email: robert.ernst-kaiser@media21.at