Der „Abwehr-Kaiser“ ist das Siegen gewöhnt
Sturms Abwehr-Mann mit tausend Gesichtern, Gordon Schildenfeld, über Sturm Graz, Zagreb und die große Belastung.

Gordon Schildenfeld (Foto: GEPA)
Nach dem Spiel gegen Kärnten ist der Fokus bei Sturm auf die Euro-Liga-Partie gegen Panathinaikos gerichtet. Innenverteidiger Gordon Schildenfeld freut sich ganz besonders auf dieses Match: „In solchen Spielen lernt die Mannschaft am meisten. Wichtig ist, dass wir gewinnen, wir haben noch eine mathematische Chance auf den Aufstieg“, erklärt der 24-jährige Kroate. Generell freut er sich nach den vielen Auswärtspartien über jedes Heimspiel: „So bleibt mehr Zeit für die Familie.“ Zusammen mit seiner Frau und Töchterchen Patricia wohnt er im Hotel „Harry’s Home“ Tür an Tür mit Stürmer Clemen Lavric. Der hat neben „Shifa“, wie Schildenfeld seit seiner Schulzeit genannt wird, noch einen weiteren Spitznamen parat: „Wenn er eine Brille aufhat, sieht er aus wie Felix Magath“, scherzt der Slowene. Generell ist Schildenfeld ein Mann mit tausend Gesichtern. Die „Sportwoche“ adeltete ihn sogar zum „Kaiser“. Vergleiche mit dem jungen Franz Beckenbauer, dem der Kroate sehr ähnlich sieht, wurden gezogen.
Alles gewonnen
Während er privat noch keine eigene Bleibe gefunden hat, hat sich Schildenfeld sportlich voll eingelebt: „Wir haben eine starke Mannschaft, das haben wir in den letzten Wochen bewiesen. Es macht Spaß, unter Franco Foda zu arbeiten“, erklärt er. Seine spaßigste Zeit verbrachte er bei Dinamo Zagreb. Zusammen mit Luka Modric („Er ist der beste Spieler, den ich kenne“) , Eduardo oder Vedran Corluka, die ihre Brötchen in England verdienen, sorgte er für Aufsehen. „Das war das beste Team, in dem ich je gespielt habe. Wir haben alles gewonnen.“ Das Thema Mehrfachbelastung geht auch an ihm nicht spurlos vorüber: „Seitdem ich hier bin, haben wir fast jeden dritten Tag ein Spiel. Das geht an die Substanz.“ Ein Blick auf den Kasten unten beweist seine Einschätzung: Vergleicht man die heimischen Vereine mit anderen Ländern, so kommen diese auf wesentlich mehr Einsätze im Herbst. Grund dafür ist die hohe Anzahl an absolvierten Qualifikationsspielen.
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