Stinkfauler Hockey-Messias
Der Grazer NHL-Crack Thomas Vanek wird von den Fans in den USA zugleich geliebt und gehasst.

Foto: GEPA
Hierzulande gilt NHL-Crack Thomas Vanek als unumstrittener Superstar. In den USA allerdings polarisiert das Grazer Supertalent seit 2003, als Vanek von den Buffalo Sabres gedraftet wurde, die Fans wie kaum ein anderer Spieler.
Obwohl Vanek in jedem Jahr zu den besten Scorern seines Teams zählte, häuften sich die „I hate Vanek“-Beiträge der Fans auf der Sabres-Homepage immer mehr. Der Umstand, dass der Grazer im vergangenen Jahr einen höchst dotierten Millionenvertrag unterschrieben hat, schraubte die Erwartungshaltung der Fans zusätzlich in die Höhe. Hoffnungen wurden geschürt, die der damals 23-jährige Vanek nicht erfüllen konnte. Die Kritik am Österreichexport war vernichtend. „Stinkfaul und langsam“ bis zu „völlig überschätzt“ waren noch die harmlosen Attacken.
Doch das ist nur die eine Seite der Medaille, denn in diesem Jahr sind die „Vanek-Lovers“ dank des tollen Saisonstarts ihres Helden (nach acht Spieltagen führt Vanek in der Torschützenliste der NHL) am Wort. Und diese sind mit ähnlichem Engagement bei der Sache wie die Gegenpartei. Neben Hohn für all jene, die den Grazer schon abgeschrieben hatten, ist Vanek für sie „der Messias“, „der beste Eishockeyspieler der Zukunft“ oder schlicht „der Mann, auf den die NHL gewartet hat“.
Trotz Hochform spaltet Vanek aber weiter die Lager. Viele Fans zeigen sich weiterhin skeptisch und orten ein Strohfeuer. Jetzt liegt es an Vanek, den Kritikern einen Maulkorb zu verpassen.
|
Sie erreichen den Autor unter: Tobit Schweighofer |
|


Veranstaltung hochladen
Alle Events