Die Jungend spaltet unsere Gastronomen!
Minderjährige sind das Streitthema der Szene-Wirte, denn: Kaum wo dürfen 16-Jährige abfeiern!

Es ist ein Teufelskreis: Mit 16 Jahren dürfen Jugendliche laut dem steirischen Jugendschutzgesetz eigentlich bis 2 Uhr nachts ausgehen. Doch die Sache hat einen Haken: In Graz gibt es kaum Lokale, die so jungen Gästen den Zutritt erlauben. „Ich kann das nicht verstehen“, meint „Matrix“-Boss Harald Maurer. Bei ihm dürfen die Kids schon mit 16 Jahren abfeiern: „An der Theke müssen die Jugendlichen den Ausweis herzeigen und gegen 1.30 Uhr dreht der Türsteher seine Runden und bittet die Unter-18-Jährigen nach draußen.“
Ein System, das nicht nur im „Matrix“, sondern auch bei „Bollwerk“-Hausherr Martin Fritz ohne Probleme klappt: „Der DJ sagt durch, wann die Zeit zum Heimgehen gekommen ist.“ Zusätzlich kommen auch hier die Securitys zum Zug: „Sie bitten die Kids dann ebenfalls zu gehen, falls diese das nicht freiwillig tun.“ Unter 16 bekommt man im „Bollwerk“ zudem keinen Stempel beim Eintritt: „Das erleichtert uns die Handhabe mit Spirituosen und der 2-Uhr-Deadline enorm“, erklärt Fritz das Prozedere.
Während vor allem Maurer („Viele Lokale scheinen Angst vor der Jugend zu haben!“) Gastronomen kritisiert, die erst ab 18 oder 21 den Zutritt erlauben, wehren sich diese: „Revolution“-Boss Gerry Round findet „das Publikum ab 18 schlichtweg vernünftiger“. Für ihn und „Wartburg“-Chef Martin Kaufmann zählt aber auch der organisatorische Aufwand: „Es wäre mühsam, die Kellner auch noch damit zu beauftragen, bei den Getränkebestellungen den Ausweis zu kontrollieren!“
Abweisungen vor Lokalen sind übrigens rechtens. „der Grazer“ hat daher die Party-Möglichkeiten genau unter die Lupe genommen und sagt, wo 16-Jährige feiern dürfen (siehe Faktenbox unten).
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Sie erreichen den Autor unter: Michael Kloiber |
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