Nagl fordert den Elternführerschein
Mit einem Führerschein für Eltern will Bürgermeister Siegfried Nagl den Grazer Familien und Lehrern unter die Arme greifen.

In vielen Familien herrscht Ratlosigkeit. Der Elternführerschein soll helfen.
Die Probleme in den Schulen häufen sich. Die Aggressionsbereitschaft bei Kindern steigt, Lehrer klagen über mangelnde soziale Kompetenz der Schüler und fühlen sich zum Teil von den Eltern im Stich gelassen, die ihre Kinder – oft berufsbedingt – selten sehen können.
Mit dem Projekt „Führerschein für Eltern“ will Bürgermeister Siegfried Nagl diesem Trend nun entgegenwirken. Dabei sollen professionell geschulte Eltern-Trainer über die Schulen Kontakt zu den Eltern aufnehmen und diese zur Zusammenarbeit ermutigen. Nagl: „Ich bin überzeugt davon, dass dieses Projekt viele Probleme lindern kann. Ich bin selbst sehr jung Vater geworden und hätte mich damals auch über professionelle Hilfe gefreut.“
Nagl will das Projekt nicht als Prüfung für Eltern verstanden wissen, sondern als unterstützende Maßnahme. „Die Familienpolitik soll nicht immer nur anhand von Beihilfen diskutiert werden. Wir müssen da schon konkrete Maßnahmen setzen.“ Bei den Eltern anzusetzen, ist für den Bürgermeister ein logischer Schritt, denn: „Der Zusammenhalt in der Familie ist nicht mehr so gegeben. Für viele Kinder geht’s vom Kreißsaal direkt in die Kinderkrippe und dann in den Hort. Ihre Eltern bekommen sie aber nur selten zu Gesicht. Nur: Wo sollen denn die Kinder lernen, was wir von ihnen erwarten, außer bei den Eltern?“
Der Nagl-Plan im Detail
- In Kooperation mit den Schulen kontaktieren Eltern-Trainer die Eltern der Schüler.
- Über Gespräche, Interventionsprogramme und Einzelberatungen soll den Eltern individuell abgestimmte Hilfe gegeben werden.
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Sie erreichen die Autoren unter: Tobit Schweighofer |
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