Fahrschulen in der „Sackgasse“

Preiskampf bringt Fahrschulen in Krise – nach der Einstei(g)n-Insolvenz warten Kunden auf Geld.

fahrschule - (Foto: KK)
(Foto: KK)

Im Jahr 2005 war es die Fahrschule Koiner, 2007 „Clever und Smart“, jetzt die Fahrschule Einstei(g)n – der Preiskampf unter den Grazer Fahrschulen hat bereits so einige Opfer gefordert. 390.000 Euro beträgt die Überschuldung von Einstei(g)n, „200.000 Euro sind mein privates Kapital, das ich verloren habe“, beklagt Leiter Michael Lindner.

Auf der Strecke bleiben dabei meist auch die Fahrschüler: Im Fall von Einstei(g)n ist man versucht, die Schüler, die bereits eine Zahlung geleistet haben, woanders unterzubringen – gänzlich problemlos dürfte dies aber nicht geschehen: „Die Anzahlungen der Fahrschüler betragen 60.000 Euro. Findet sich kein Investor, der den Betrieb weiterführt, so bleiben die Jugendlichen im schlechtesten Fall auf ihren Forderungen sitzen“, sagt Markus Graf vom Alpenländischen Kreditorenverband. Lindner versucht, eine kulante Lösung zu finden: „Pro Schüler ist die maximale Forderung 180 Euro – das ist zumindest nicht die wirklich große Katastrophe.“

Die Schuld an der Situation geben Lindner und auch Graf den „Discountern“: „Durch den harten Preiskampf leidet vor allem auch die Qualität – da gibt es Anbieter, die eine B-Ausbildung um 399 Euro anbieten. Das ruiniert den Markt und senkt die Qualität.“

 

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Mag. Evelyn Peternel

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