(Keine) Angst vor dem Jobwechsel
Berufswechsel in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs? Personalberater sagen Ja! Bewerbungen werden weniger, Chancen steigen. Aber: Krise erfordert spezielle Fähigkeiten.
Abwarten und Tee trinken lautet jetzt die Devise für Menschen in Sachen Jobwechsel. Täglich neue Meldungen über Betriebe, die Mitarbeiter in die Kurzarbeit oder gleich auf die Straße schicken, lassen am Arbeitsmarkt die Angst umgehen und die Risikobereitschaft sinken.
„Dabei wäre jetzt eine gute Zeit für einen Jobwechsel – Angebote sind da, bei den Bewerbungen merken wir jedoch einen Rückgang“, ortet Wirtschaftspsychologin Sylvia Müller-Trenk vom Catro Management Service Zurückhaltung in Sachen berufliche Veränderung. Jedoch, so die Personalberatungs-Expertin, bestünden für innovative Menschen mit Mut zu etwas Risiko vor allem im Management und Führungskräfte-Bereich gute Jobchancen.
Man sollte sich aber dessen bewusst sein, dass in Krisenzeiten auch ganz spezielle Anforderungen gefragt sind. Müller-Trenk: „Motivationsfähigkeit heißt jetzt das Zauberwort. Führungskräfte müssen mehr denn je die Leute bei Laune halten können, Stärke zeigen, klare Linien vorgeben und kaufmännisches Geschick aufweisen. Wer hier schwächelt, sollte sich zurzeit an keine neuen (Führungs-)Aufgaben heranwagen.“
Auch Claudia Steiner von HILL Woltron sieht für Menschen mit Motivationskraft und dem Geschick, Ressourcen zu mobilisieren, momentan die größten Chancen in der Führungsebene – und auch für einen Aufstieg im eigenen Betrieb. „Denn“, so Steiner, „viele Firmen beauftragen uns jetzt mit Potenzialerhebungen innerhalb des eigenen Hauses. Statt auf Neuzugänge setzt man auf High Potentials, die hellen Köpfe, und bis dato ungenützte Fähigkeiten im eigenen Betrieb.“ So birgt auch die Krise manche Chance.
|
Sie erreichen die Autoren unter: Mag. Johanna Vucak |
|



Veranstaltung hochladen
Alle Events