Detektive spüren Gastro-Sünder auf
Im Kampf gegen den unlauteren Wettbewerb in der Gastronomie setzt die Wirtschaftskammer jetzt auf Detektive.

(Foto: photos.com)
Wenn die Behörde nichts tut, muss man selbst initiativ werden – gemäß diesem Motto setzt die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer jetzt auf Detektivbüros: „Eigentlich wäre ja die Gewerbebehörde dafür zuständig, in Buschenschenken, auf Zeltfesten oder Clubbings darauf zu schauen, dass die Gewerbeordnung eingehalten wird – nur das tut sie nicht“, ärgert sich Spartengeschäftsführer Gerhard Kienzl. Problematisch etwa sei, wenn in Buschenschenken Kaffee oder bei Vereinsfesten Speisen und Getränke ohne Gewerbeberechtigung ausgeschenkt würden, so der Kammer-Experte. Viele hielten sich nicht an die Spielregeln, was normalen Gastwirtschaften erhebliche Einbußen brächte – „da könnte man ,zuwi rearn‘“, so Kienzl.
Deshalb kommen jetzt die Detektive zum Zug: „Ein Probelauf ist schon durchgeführt worden“, berichtet Kienzl, „und der war erfolgreich. Deshalb starten wir 2009 damit, Profis loszuschicken.“ In Niederösterreich hätte eine derartige Initiative bereits große Erfolge erzielt, dasselbe erwartet man sich nun auch für die Steiermark und vor allem für Graz.
Anzeigen drohen
Und was geschieht nun, wenn ein Gastro-Sünder „erwischt“ wird? „Die Konsequenz ist eine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft oder beim Magistrat wegen unbefugter Gewerbeausübung – und beim Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb wird ebenfalls Beschwerde eingebracht.“ Nützen Ermahnungen nichts, „kommt es im schlimmsten Fall zu einer Klage“, so Kienzl.
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Sie erreichen die Autorin unter: Mag. Evelyn Peternel |
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