Fit mit Sling Training

Fit mit Sling Training

Nach den beiden Tools von letzter Woche, die euch Zeit und Geld sparen, möchte ich euch heute ein weiteres, nützliches Trainingstool vorstellen, dass durch seine Vielfältigkeit und Kompaktheit überzeugt – und euch im Training aufs nächste Level hebt. Die Rede ist vom „Sling Training“!

Was ist „Sling Training“?

Vermutlich habt ihr schon mal damit trainiert, oder zumindest in einem Fitnessstudio gesehen.

Ein Sling Trainer ist ein hocheffizientes Trainingsgerät, bestehend aus einem nicht elastischen Gurtsystem mit Schlaufen und Griffen an den Enden, die ihr je nach Übung und Trainingsziel beliebig verstellen könnt.

Das tolle am Sling Trainer ist, dass er ebenso ein Trainingstool ist mit dem ihr euren gesamten Körper in minimaler Zeit trainieren könnt – richtig durchgeführt, reichen durch die hohe Intensität bereits zwanzig bis dreißig Minuten aus, um den gewünschten Trainingsreiz zu setzen. 

Durch seine kompakte Größe (lässt sich in einem kleinen Beutel zusammenlegen) und das geringe Gewicht (meist unter 700g) ist der Sling Trainer ultrakompakt und lässt sich dadurch auch hervorragend auf Reisen mitnehmen, wenn ihr beim Gepäck Gewicht sparen müsst und ohnehin auf der Suche nach einem tollen Trainingsersatz seid.

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Der Sling Trainer – ein kompaktes und hocheffizientes Tool

Wie funktioniert’s?

Das tolle ist, dass ihr mit geringem Aufwand die Intensität bzw. den Schwierigkeitsgrad sehr schnell auf eure Bedürfnisse anpassen könnt. Das Sling Training folgt dabei drei großen Prinzipien, mit dem ihr auf euer Training Einfluss nehmen könnt:

  • Winkelprinzip
  • Stabilitätsprinzip
  • Pendelprinzip

Winkelprinzip

Durch das Winkelprinzip könnt ihr den Schwierigkeits- und Intensitätsgrad  verstellen, indem ihr den Winkel ändert.

Stellt euch etwa die Übung des Ruderns vor, wo ihr steht, euch zurücklehnt und euch mit einem sauberen Zug aus dem Rücken zum Sling Trainer zieht.

Wenn ihr aufrechter steht, müsst ihr dementsprechend weniger Kraft aufwenden, als wenn ihr euch weiter zurücklehnt und durch den größeren Winkel gegen mehr Widerstand ankämpfen müsst.

Stabilitätsprinzip

Stellt euch vor, wie ihr dasteht, und euch jemand umzustoßen versucht. Wann seid ihr stabiler, wenn ihr wackelig auf einem Bein steht, oder wenn ihr stabil mit beiden Beinen breit am Boden verankert seid? Natürlich Zweiteres.

Ähnlich verhält es sich beim Sling Training, bloß dass durch abnehmende Stabilität eure Muskulatur noch stärker gefordert wird.

Wenn ihr bei Liegestützen beispielsweise ein Bein hebt, muss das am Boden Verbleibende die Arbeit des anderen übernehmen und wird dadurch langfristig stärker werden, als wenn ihr immer nur mit beiden Beinen am Boden bleibt.

Pendelprinzip

Auch hier wird mit der Schwerkraft gearbeitet – wenn ihr am Boden liegt, wirkt diese natürlich auf euch ein. Angenommen, ihr befindet euch in Rückenlage mit den Fersen im Sling Trainer eingehängt – ihr bildet damit ein Lot.

Wenn ihr nun den Schwerpunkt über dieses Lot hinaus verlagert, wirkt die Schwerkraft nun – wie bei einem Pendel – in eure, oder gegen eure Richtung und die Übung wird damit entsprechend leichter, oder schwieriger.

Wenn ihr diese drei Prinzipien berücksichtigt, könnt ihr eine unglaubliche Bandbreite an Übungen in den verschiedensten Intensitätsstufen ausführen.

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Ihr könnt den Schweirigkeitsgrad schnell und einfach anpassen

Was kann ich trainieren?

Der Sling Trainer ist ein wahres Multitalent: Die offizielle Seite vom „TRX Suspension Training“ gibt etwa an, mit dem Sling Trainer über 300 Übungen durchführen zu können!

Auch kann der Sling Trainer für verschiedene Trainingszwecke eingesetzt werden:

  • Muskelaufbau: Da stets große Teile der Muskelketten beansprucht werden, könnt ihr in kurzer Zeit tolle Fortschritte im Muskelwachstum erwarten. Ein großer Vorteil davon ist, dass durch die ständigen Ausgleichsbewegungen nicht nur die großen, bekannten und ohnehin ständig beanspruchten Muskeln (zB Latissimus, Gluteus, Bizeps, etc.) trainiert werden, als vielmehr auch die kleine, unscheinbare Stützmuskulatur gestärkt wird, die für uns sehr wichtige Arbeit übernimmt! Das inter- und intramuskuläre Zusammenspiel steht damit im Fokus.
  • Reha- & Aufbautraining: Durch diese ständigen, kleinen Bewegungen ist es damit auch möglich, ganz gezielt Teile der Muskulatur zu stärken, wenn etwa gefährliche Dysbalancen vorliegen, oder ihr euch nach einer Verletzung wieder langsam zurück ins Training tasten müsst und die geschonten Muskeln wieder zu fordern beginnt.
  • Gewichtsreduktion & Kondition: Auch, wenn ich der Meinung bin, dass sich Gewichtsreduktion auf anderem Wege besser lösen lässt, ist das Sling Training sicher eine Möglichkeit, gelenkschonendes Muskeltraining zu betreiben und den Stoffwechsel anzuheizen, was insbesondere bei größerem Übergewicht wichtig ist. Für alle anderen bietet das Sling Trainer durch die Vielseitigkeit auch die Möglichkeit, Intervall Workouts ins Training einzubauen und somit die Kraftausdauer deutlich zu verbessern.

Zu den Übungen selbst gibt es schon viele tolle Videoanleitungen, ich gebe euch hier eine dazu:

Wo kann ich trainieren und was brauche ich dazu?

Wie schon angesprochen ist der Sling Trainer so kompakt und mobil, dass ihr buchstäblich überall damit trainieren könnt. Das einzige, was ihr benötigt, ist eine Möglichkeit, wo ihr den Trainer befestigen könnt, und etwas Platz am Boden.

Wenn ihr beispielsweise bei einem Street Workout Platz seid, könnt ihr die Halterung an den Klimmzugstangen befestigen. Wenn ihr in einem Hotel- oder Zimmer daheim seid, könnt ihr die Halterung auch super an einem Haken in der Decke, oder in der geschlossenen Tür befestigen.

Achtung! Um Verletzungen zu vermeiden, passt bloß auf, dass die Tür nicht in eure Richtung aufgehen kann, und befestigt auf der anderen Seite ein Warnschild, dass ihr gerade trainiert und die Tür nicht plötzlich geöffnet wird und ihr unsanft auf den Boden fallt.

Wenn ihr das berücksichtigt, habt ihr ein hocheffizientes Trainingstool, das ihr überallhin mitnehmen könnt und euch aufs nächste Level heben wird.

Was kostet es?

Die Verkaufspreise von Sling Trainern gehen extrem auseinander:

Das „Original“, der „TRX Suspension Trainer“, mit dem Sling Training „in“ wurde, liegt je nach Ausführung zwischen € 120,- bis € 280,- – nicht wenig für ein Gurtsystem, auch wenn die Verarbeitung natürlich sehr hochwertig ist.

Inzwischen gibt es jedoch auch andere Sling Trainer namhafter Hersteller, die sehr gute Modelle produziert haben, häufig zu einem niedrigeren Preis (ca. € 60,- bis € 120,-).

Die billigsten, die ich bislang gesehen habe, wurden bei bekannten Discountern zwischen € 20,- bis € 30,- verkauft. Über die Qualität lässt sich nun natürlich streiten, ich selbst bin nach einigen Tests der Meinung, dass man bereits mit geringeren Investitionskosten sehr gute Qualität bekommen kann. Ich lasse mich bei solchen Investitionen meist auch vom Grundsatz: „Wer billig kauft, kauft zweimal.“, leiten und sehe solche Anschaffungen als Investition in mich selbst, und nicht als Ausgabe, bei der ich maximal (und damit auch an der Qualität und der Sicherheit) einsparen muss.

Doch diese Entscheidung müsst ihr natürlich selbst treffen; ihr merkt in der Regel selbst ohnehin am besten, welchem Modell ihr vertraut, oder welches euch anspricht.

Wenn ihr mit einem bestimmten Modell lieber trainiert und die Motivation deswegen größer ist, spricht nichts dagegen, zu dem Teureren zu greifen, ebenso auch umgekehrt, wenn ihr aufs Budget schauen wollt, und es nicht das teure „Top-Modell“ wird.

Fazit

Der Sling Trainer ist ein hocheffizientes, kompaktes Tool, mit dem ihr euer Training sinnvoll ergänzen und neue Reize für wichtige, oft unbeachtete Teile der Muskulatur setzen könnt.

Ich hoffe, dass ich euch mit diesem Beitrag einen guten Überblick über das Sling Training geben und euch motivieren konnte, das ganze auszuprobieren.

Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr mich natürlich gerne wieder hier erreichen!

Ich freue mich auf eure Nachrichten, bis zum nächsten Mal!

Euer

Niko Juranek

Niko Juranek Blog achtnull Sport Fitness Graz

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