LERNEN LEICHT GEMACHT?

LERNEN LEICHT GEMACHT?

Als Schülerin, und auch im späteren Unileben, bei jeglichen Ausbildungen oder in manchen Jobs, steht oft das Aneignen von neuen Inhalten am Tages-, Wochen- oder Monatsprogramm. Man setzt sich da schon mal ein paar Stündchen hin und rackert… Also ich zumindest, wenn ich ein halbwegs zufriedenstellendes Ergebnis, und ich bin eigentlich zielstrebig und meistens eine gute Schülerin, erreichen möchte. Sich zum Lernen zu überwinden, wenn man eigentlich geschätzt hundert andere Dinge hätte, die man lieber machen würde, ist manchmal auch nicht einfach. Auf was es bei mir aber sehr ankommt, sind einige Faktoren in meinem Lernumfeld, die ich wichtig finde, um gut lernen zu können und die mir sozusagen ein bisschen helfen, wenn’s ums Lernen geht:

Offen gesagt glaube ich selbst zwar nicht, dass es überhaupt eine richtige Art zu lernen gibt und denke, dass jeder sicher einen anderen Weg, Strategie eine andere Routine beim Lernen hat. Ich meine wer kennt nicht diese eine Person, die die Nacht vor der Schularbeit durchlernt oder die Person, die sich jeden Tag neue Stapel von Karteikarten schreibt. Nicht zu vergessen die Person, die alles aufzeichnet und bei jeglichem Erklärungsversuch für andere Skizzen und Zeichnungen benutzt. Alles kein Problem, denn jeder hat seine eigenen individuellen Methoden zum Lernen und solang das für einen klappt, kommt man eh gut über die Runden und smooth durch alle Prüfungen durch.

Um zu meinen persönlichen „Lerntipps“ zurückzukommen: Ich finde es nicht einfach, wenn man viele Sachen zu tun hat, ein Gleichgewicht zu finden und abwiegen zu können, welche dieser Dinge jetzt Top-priority hat und was ich auch drei Tage vorher zu lernen beginnen kann. Deswegen „plane“ ich mir das alles meistens mit den good old To- Do- Listen. Ich hänge außerdem Kalender und Wochenplaner auf, um so übersichtlich alles eintragen zu können und alles auch mal auf Papier gebracht zu haben, was an Arbeit so angegangen werden muss.

Einen Kalender zu haben, kann ich sowieso nur jedem wärmstens empfehlen, denn beispielsweise alle Termine aus der Schule im Kopf zu haben und dann zusätzlich anfallende Treffen koordinieren zu können, geht bei mir nur, wenn ich auch sehe, welches Datum, welcher Wochentag und was da für „Events“ um mich herum geschehen. Für Leute, die lieber alles auf dem Handy haben, ist der Handykalender oder der „Google“-Kalender auch bestens geeignet. Man, also ich, wird außerdem auch erinnert, wenn etwas bevorsteht und das hat mir auch schon einige Male den Allerwertesten gerettet, denn ohne die Handyerinnerung hätte ich glatt auf so manches schon vergessen. Bei meinem Kalender und meinen To-Do-Lists schaue ich auch immer, dass ich nicht zu viel in einen Tag „reinpacke“, weil das dann alles am Ende des Tages „unabgehackt“ zu sehen, ist oft ein wenig unzufriedenstellend.

Beim nächsten Punkt bin ich mir unsicher, ob das nicht einfach nur Geschmackssache ist oder ob es einem wirklich hilft, aber ich persönlich schreibe beim Lernen lieber mit der Hand und verwende auch Farben, Filzstifte und Leuchtstifte, damit alles etwas Übersicht und Ordnung bekommt. Oft fallen mir die Sachen dann leichter ein, wenn ich noch weiß, wo und mit welcher Textmarkerfarbe etwas am Zettel gestanden ist. Bunte Mind-Maps oder viele andere visuelle Lernstrategien, die man per Hand aufzeichnet, bleiben mir gefühlt besser in Erinnerung als wenn ich alles mit Kugelschreiber schreibe, dort höchstens ein bisschen unterstreiche oder beschließe, alles einmal am Laptop abzutippen.

Lernpausen zu machen und sich auch mal zwei Stundens Auszeit zu gönnen, ist kein neues Thema. Trotzdem habe ich mich selbst schon einige Male dabei erwischt, einen glatten Tag durchzustrebern und höchstens für Essen ein wenig Zeit herzuschenken. Das Essen und Trinken gerät sowieso meistens ein bisschen außer Kontrolle. Unser Gehirn braucht ausreichend Wasser und die richtigen Nährstoffe, um gescheit zu funktionieren und Informationen in sich reinzufuttern! Aber genau so eine Art von Lernen hat mich eben meistens nicht sehr glücklich gemacht (ich weiß, es ist sicher phasenweise unvermeidbar, dem „Bulimie-Lernen“ auszukommen) und ich tendiere jetzt meistens dazu, eher 3 Stunden zu lernen, dann eine längere Pause einzulegen und dann wieder weiterzumachen. Perfekte Lernzeitfenster, so habe ich es zumindest gelernt, sind der Vormittag und (nach einer zweckbedingten Mittagsmüdigkeitspause) der spätere Nachmitttag. Andere meinen außerdem auch, dass sich Abende gut eignen, wenn man sich einfach am Tag nicht zum Lernen aufrappeln konnte. Ausschlafen muss dann aber am nächsten Tag auch drin sein. Übermüdet und völlig überreizt zu lernen oder, wie ich es ab und zu (in der Schularbeitenzeit) erlebe, in die Schule zu gehen ist nämlich definitiv zach und man hat ungelogen wenig davon.

Was Lernen auch auf keinen Fall sein darf, ist frustrierend. Wenn die Motivation fehlt oder man einfach nichts davon versteht, können da Freunde oder Bekannte echt helfen, einen weiter voran zu pushen und einen motivieren. Wenn man manchmal alleine lerne, kann es schon ziemlich langweilig werden und man hätte lieber jemanden, der mit einem gleichzeitig lernt und man sich dann auch gegenseitig beispielsweise ausfragt oder sich Dinge erklären kann. Ich denke mir oft, dass gemeinsam lernen oder mit einem ähnlichen Ziel zu lernen, vielleicht mehr bringt, als alleine vor Büchern zu hocken oder ins Leere zu starren.

Lernen kann total stressig sein, deswegen fallen in all dem Stress viele andere wichtige Dinge in den Hintergrund. Ich habe gelernt, mir auch Zeit zu nehmen, für Spaziergänge, meine Freunde zu treffen, Sport zu machen oder ein bisschen durch alle Social Medias zu scrollen. Zeitmanagement ist immer wichtig, die eigene Zufriedenheit aber genauso. Mein Abschlussmotto ist also: motiviert, fokussiert und hydriert bleiben! 😉

Bis bald und viel Erfolg beim Lernen,

Eure Emma

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