Gänsebrust mit Rotkraut und Semmelknödel

Gänsebrust mit Rotkraut und Semmelknödel

Ihr möchtet mal eure ganze Familie verwöhnen oder euch selbst einfach mal etwas Gutes tun? Ich finde ja, genau jetzt ist die richtige Zeit dafür. Also los, ran an die Pfannen und zaubert mal. Und was? Ich hätte da die perfekte Idee zur Wildzeit. Eine saftige Gänsebrust und zwar mit einem wunderbaren und selbstgemachten Apfel-Rotkraut. Ich liebe ja Rotkraut und könnte es auch einfach pur genießen, es ist einfach die perfekte Kombination aus süß und herzhaft und ich kann wirklich nicht genug davon bekommen.

Dieses Rezept ist zwar wieder für 4 Personen ausgelegt, aber Rotkraut mache ich einfach immer mehr. Ob ich es dann einfriere oder einfach am nächsten Tag genieße, das kommt immer auf meinen Menüplan für den nächsten Tag oder auf meine Stimmung an. Es lässt sich aber auf jeden Fall perfekt einfrieren und wirklich spitze wieder aufwärmen.

Nun aber zu meinem Rezept, welches zwar eigentlich einfach, jedoch ein wenig zeitaufwändig ist.

Zutaten:

Für das Rotkraut:

1 mittelgroßer Kopf Rotkraut (oder Blaukraut, wie ihr auch immer dazu sagen möchtet)
1 geschabten Apfel (er sollte relativ süß sein)
1 Orange (der Saft davon)
1/8 l Rotwein
1 ½ TL Zimt
2 EL Zucker (ich mische gerne weißen und braunen)
1 Zwiebel
1 Klecks Butter
Salz und Pfeffer

Für die Gans:

4 Gänsebrüste (ich habe hier nur drei genommen, da sie wirklich groß waren)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 TL Zimt
1 TL Kümmel

Für die Semmelknödel

5 oder 6 Semmeln
2 Eier
1 TL Butter oder Schmalz
1/8 l lauwarme Milch
Mehl zum Binden
Salz und Pfeffer

Ich beginne immer mit dem Rotkraut, da dieses ganz schön lange kochen muss, um weich zu werden und alle Geschmacksnoten aufnehmen zu können. Zuerst werden das Rotkraut und die Zwiebel klein geschnibbelt. Die Orange wird ausgepresst und alle weiteren Zutaten werden ebenfalls vorbereitet. Nun wird die Zwiebel mit etwas Olivenöl in einem wirklich großen Topf angeschwitzt. Das Rotkraut braucht erstmal richtig viel Platz, also muss der Topf echt groß sein, danach geht es aber stark zusammen. Wenn die Zwiebel dann glasig ist, kann man das Rotkraut hinzufügen. Das wird dann für gut 3 Minuten mitgebraten, bis es ein wenig zusammengefallen ist. Dann kann man alle weiteren Zutaten hinzugeben, gibt den Deckel auf den Topf und dreht die Hitze runter. Jetzt kann das Ganze für gut 1 ½ Stunden vor sich hin köcheln, bis alles schön in sich zusammengefallen ist. Vielleicht braucht ihr auch ein wenig Wasser, das kommt aber ganz auf das Rotkraut an. Das ist dann aber eine Gefühls- und Geschmackssache, je nachdem, wie weich man sein Rotkraut hat. Zu viel Biss sollte es aber auf gar keinen Fall haben. Und in der Zwischenzeit nicht vergessen ab und zu mal zu rühren.

Im Anschluss bereite ich gerne meine Brüste vor (hihi). Dazu werden alle Trockenen Zutaten, also die Gewürze, vermengt. Die Gänsebrüste werden diamantförmig an der Haut eingeschnitten und dann kommt die Trockenenmarinade darauf und wird reinmassiert. Ihr könnt die Brüste dabei richtig schön einreiben (ha! Heute bin ich wieder witzig). Die Haut dürft ihr aber übrigens nicht zu tief einschneiden, wenn man das Fleisch sehen kann, dann seid ihr zu tief. Die Zwiebel schneidet ihr dann grob in Würfel und die Knoblauchzehen werden einfach nur platt gedrückt. Die Zwiebel und die Zehen kommen dann in eine Auflaufform und die Brüste kommen, mit der Hautseite nach oben, ebenfalls darauf. Die Auflaufform kommt dann in den auf 200°C vorgeheizten Ofen, ca. eine Stunde bevor ihr essen wollt, und dann könnt ihr die Temperatur auf 160°C hinunterdrehen. Dort bleiben die Brüste dann für ca. eine halbe Stunde. Danach wird die Hitze wieder ein wenig raufgedreht, nämlich auf 190-200°C für 10-20 Minuten, je nachdem, wie durch ihr sie haben wollt. Zum Schluss kommt die Gans dann aus dem Ofen und kommt noch für gut 10 Minuten in Alufolie, um zu rasten, damit sich das Fleisch wieder entspannen kann. Erst dann dürft ihr sie anschneiden!

Während die Brüste im Ofen sind, kann man mit den Semmelknödel beginnen. Die Semmeln müssen für dieses Rezept mindestens einen Tag alt sein und somit ist dieses Rezept perfekt, um alte Semmeln aufzubrauchen. Falls ihr aber wirklich Heißhunger auf Knödel habt aber keine alten Semmeln, dann tun es auch Semmelwürfel, welche man überall kaufen kann. Falls ihr mehr Knödel machen wollt als hier angegeben, ein kleiner Tipp für euch: 3 Semmeln = 1 Ei, ab der 4. Semmel braucht ihr ein weiteres Ei und ab der 7. ebenfalls wieder. Das habe ich in den letzten Jahren gelernt. Zum Rezept: Die Semmeln werden in Stücke geschnitten, gerissen, je nachdem wie weich bzw. hart eure Semmeln sind. Dann gibt man die warme Milch, die Eier, die Butter/ das Schmalz, Salz und Pfeffer hinzu und knetet das Ganze einmal mit den Händen. Falls die Masse noch zu grob bzw. zu hart ist, gebt noch ein wenig Milch hinzu. Das Mehl gebe ich dann immer nach Gefühl dazu, es sollte aber einfach eine Masse sein, welche auch zusammenhält, also eine, welche sich zu Knödel formen lässt. Sind die Knödel erst einmal geformt, kommen sie in wallendes, aber nicht kochendes Wasser und ziehen dort für 15-20 Minuten. Danach gibt man sie auf einen Teller und gibt eine Schüssel darüber, dort bleiben sie auch relativ lange warm.

Jetzt muss das Ganze nur noch angerichtet und genossen werden.

Somit wünsche ich euch noch einen guten Appetit und bis zum nächsten Mal.

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