Wenn Kraft nicht genug ist – Das Finale von „Ninja Warrior Austria“ 2017

Wenn Kraft nicht genug ist – Das Finale von „Ninja Warrior Austria“ 2017

Gestern Abend ging das Finale von „Ninja Warrior Austria 2017“ über die Bühne. Was das eigentlich ist und was man benötigt, um „Ninja Warrior“ zu werden, das erfährt ihr im heutigen Blogartikel.

Was ist “Ninja Warrior”?

„Ninja Warrior“ ist ein sportliches Fernsehformat, das sich bereits seit einiger Zeit besonders im englischsprachigen Raum etabliert hat und nun auch endlich Einzug in unsere Breitengrade gefunden hat. Mit „Ninja Warrior Austria“ gibt es damit nun seit Herbst einen eigenen Ableger in Österreich, der mit dem gestrigen Finale seinen absoluten Höhepunkt erreicht hat.

Wie funktioniert „Ninja Warrior“?

Die Aufgabe ist knallhart: Das Ziel von „Ninja Warrior“ ist es, fehlerfrei schnellstmöglich durch einen schwierigen Parkour zu gelangen, der aus mehreren Hindernissen besteht und Fähigkeiten voraussetzt, die eines Ninja würdig sind. Es verwundert daher nicht, das nur diejenigen sich „Ninja Warrior“ nennen dürfen, die den Parkour auch erfolgreich absolviert haben.

Hier seht ihr den gestrigen Finalparkour, bestehend aus 5 Hindernissen:

Gelingt es den Athleten, den Parkour zu absolvieren, müssen sie am Ende noch den „Mount Midoriyama” bezwingen – einen Turm, an dessen Spitze der erlösende Buzzer darauf wartet, gedrückt zu werden. Und nur derjenige, der den Parkour in der schnellsten Zeit absolviert, wird zum „Ninja Warrior Austria“ gekrönt.

Was benötigt man um „Ninja Warrior“ zu werden?

Es empfiehlt sich, eine große Bandbreite an Fähigkeiten und Fertigkeiten mitzubringen, denn Kraft alleine reicht nicht aus, um den Parkour erfolgreich zu absolvieren.

  • Konzentration & Fokus

Fehler werden im Parkour nicht verzeiht – wer abrutscht, die Griffkraft nicht halten kann oder sich verschätzt, landet schnell im Wasserbecken unter den Hindernissen, das die Athleten rasch wieder auf den Boden der Realität zurückholt.

Wichtig ist es hierbei also, den vollen Fokus auf den Parkour zu richten und alles andere auszublenden – gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass zahlreiche Zuschauer beim Event und vorm Fernseher gespannt jeden einzelnen Schritt und Tritt verfolgen.

Der starke, mentale Fokus ist meiner Meinung nach das absolut wichtigste Kriterium, ohne das der Parkour wohl kaum möglich ist.

  • Koordination & Explosivität

Wenn ihr euch die einzelnen Hindernisse anseht, merkt ihr schnell, dass es einige Hindernisse gibt, die eine genaue Einschätzung verlangen, in welchem Bruchteil einer Sekunde eine Bewegung erfolgen muss, um erfolgreich durchzukommen.

Bei der „Kreissäge“ geht es etwa darum, sich von aufgehängten, wippenden Halbkreisen (den „Kreissägen“) durch Kippen soweit Schwung aufzubauen, so dass man im richtigen Moment loslassen kann und sich zur nächsten „Kreissäge“ katapultiert – und diese im Flug genau erwischen muss. Andernfalls: Platsch – das Wasser wartet.

Wer diese Fähigkeiten also nicht mitbringt, wird sich bei ziemlich allen Hindernissen schwer tun.

  • Kraft & Ausdauer

Natürlich dürfen auch Kraft und Ausdauer nicht fehlen. Sehr viele Elemente verlangen es, sich irgendwo hochzuziehen, entlang zu hanteln oder kraftvoll abzustoßen. Wem die Griffkraft fehlt, der findet hier schnell sein Ende. Ebenso sollte ein gewisses Maß an (Kraft-) Ausdauer mitgebracht werden – der Parkour ist zwar nur sehr kurz (in der Regel zwischen 3 – 5 Minuten), jedoch sind die Hindernisse allesamt anstrengend und lassen den Puls höher gehen.

In meiner Wahrnehmung haben insbesondere Kletterer und Functional Fitness Athleten hier durch ihr spezifisches Training einen großen Vorteil, da sie meist besser mit ihrem Körpergewicht (relative Kraft von Körpergewicht zu Kraft) umgehen können als jene, die bloß mit externem Gewicht ihre absolute Kraft (maximales Gewicht) ausbauen.

Wer sind die Teilnehmer bei Ninja Warrior Austria?

Nach der großen Bewerbungsrunde gab es etwa 2.000 Einreichungen von mutigen Athleten, die sich der Herausforderung stellen möchten. Doch es ist keinesfalls so, dass unter diesen nur Leistungssportler zu finden sind – ganz im Gegenteil! Aus dem ganzen Land fanden sich die unterschiedlichsten Berufe, vom stärksten Feuerwehrmann Österreichs, über Pizzabäcker, Unfallchirurgen bis hin zum Mathematikstudenten war alles vertreten.

International gesehen ist der Anteil von teilnehmenden Männern deutlich größer, als jener der Frauen – doch auch hier liegt Österreich über dem Schnitt (13% in Österreich zu 10% international). Es gab in der Geschichte erst eine britische Frau, die den Einzug ins Finale geschafft hat – bis gestern, als mit der Halleiner Studentin Stefanie Noppinger nun wieder eine Frau im großen Finale war.

Was bekommt man als „Ninja Warrior Austria“ 2017?

Weltweit gibt es erst 9 Personen, die sich den Titel „Ninja Warrior“ gesichert haben. Neben der großen Ehre, Anerkennung und dem exklusiven Titel „Ninja Warrior Austria 2017“ bekommt der Gewinner auch ein nettes Preisgeld – dieses Jahr waren es ganze 44.444 Euro. Eine nette Summe, die sicherlich nochmals zusätzlich motiviert! 

Nachdem es gestern jedoch keiner der fünf Finalisten geschafft hat, den Parkour erfolgreich zu absolvieren, habt ihr bei der nächsten Auflage selbst die Chance, euch den Titel zu sichern. Wie wäre das?😉

Immerhin schaffte es Stefanie Noppinger, soweit zu kommen, wie noch keine andere Europäerin davor. Für sie war erst in der “Gletscherspalte” Schluss. Dennoch ein schöner Erfolg, zu der ich ihr auch herzlich gratuliere, sehr starke Leistung! 😊

Fazit

Ihr seht also, dass „Ninja Warrior“ zu werden kein Spaziergang ist, und es sehr viel Vorbereitung und einen starken Trainingszustand bereits voraussetzt. Je größer und breiter eure Fähigkeiten gestreut sind, umso höher werden eure Erfolgschancen sein, den Parkour erfolgreich zu absolvieren. Dies wurde gestern einmal mehr bestätigt; die fünf Finalisten waren allesamt sicher gut vorbereitet und brachten entsprechende Skills mit – im Endeffekt hat es auch für sie nicht gereicht. Ich bin gespannt, wer in Zukunft der erste Österreicher sein wird, der den Parkour erfolgreich absolviert! 😊

Ich finde es toll, dass es dieses Format endlich auch bei uns in Österreich zu sehen gibt und größere Aufmerksamkeit bekommt. Mich fasziniert der Gedanke bereits seit der ersten Minute – ich kann mir gut vorstellen, mich in Zukunft selbst für eines der nächsten Formate zu bewerben und dieses Erlebnis zu machen. #challenge 🙂

Nun habe ich noch ein paar Fragen an euch:

Habt ihr das Finale gesehen? Wer war euer Favorit? Hättet ihr die Hindernisse überstehen können, zumindest manche davon? 

Schreibt mir euren Kommentar, ich freue mich!

Bis nächste Woche! Euer Niko


Über den Autor

Niko ist bei Blog Acht Null unser Blogger für Sport in Graz – neben seinem Jus Studium beschäftigt er sich weiters mit Persönlichkeitsentwicklung, Mentaltraining & persönlichem Wachstum und berichtet dabei auf seinem Blog über seine Erfahrungen in Studium, Sport & Persönlichkeitsentwicklung.

http://www.julianclauskoch.com/
Bis zum nächsten Mal! Euer Niko (Bild: http://www.julianclauskoch.com/)
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