Schwimmtraining im Winter! 3 Tipps für den Start

Schwimmtraining im Winter! 3 Tipps für den Start

Hey Leute! Ich hoffe, dass ihr euch über Weihnachten und Neujahr Zeit für euch genommen habt und ihr nun wieder top motiviert und voller Energie in das neue Jahr startet! 🙂

Wie ich in den letzten beiden Artikeln (hier und hier) geschrieben habe, wollte ich mir nach den letzten geplanten Krafttrainingseinheiten etwas Abwechslung und Erholung gönnen und mal etwas anderes ausprobieren. Dazu gehörten etwa vermehrte Arbeit an meiner Beweglichkeit und Mobility, aber auch das Ausüben anderer Sportarten, die ich im Alltag nicht so regelmäßig mache.

Dazu stattete ich der „Auster“ einen Besuch ab und absolvierte ein paar Schwimmeinheiten. Warum das Schwimmtraining gerade im Winter einen guten Ausgleich bietet und welche 3 Tipps ich euch für schnelle Fortschritte beim Schwimmen mitgeben kann, das erfährt ihr im heutigen Artikel!

Diesmal war ich in der Grazer Auster beim Schwimmtraining

Schwimmtraining im Winter

Indoor Schlechtwetterersatz

Gerade im Winter fehlt dem einen oder anderen häufig die Motivation, bei den kalten Temperaturen draußen Sport zu machen. Damit bleiben „klassische“ Sportarten wie Laufen und Radfahren meist auf der Strecke liegen.   

Die „Indoor“ Variante mit Laufband und Hometrainer im Studio ist oft sehr unbefriedigend und führt dazu, dass die Leute dann „lieber gleich zuhause bleiben“, was unserem Trainings- oder Fitnessziel natürlich nicht zuträglich ist.

Schwimmen ist dazu eine coole Variante, weil man im wahrsten Sinne in der Schwimmhalle in eine andere Welt „eintaucht“ und die gewohnte Umgebung verlässt. Das macht es natürlich um einiges leichter, sich zum Sport zu motivieren und dabei auch gleich etwas Neues auszuprobieren.

Vielseitigkeit der Bewegungen

Ein weiterer Grund, das Schwimmtraining im Winter in den Sportplan zu integrieren, ist die Vielseitigkeit der Bewegungen, die das „Bahnenziehen“ mit sich bringt.

Da jede Sportart einzigartig ist, findet ihr hier sehr viele andere Bewegungen des Körpers, die ihr im Alltag wahrscheinlich in dieser Form so nicht habt. Auch beim Krafttraining im Fitnessstudio passiert es bei schlechter Planung sehr leicht, dass gewisse Körperteile stärker trainiert werden als andere, was schnell zu einer Inbalance und damit zu Verletzungen führen kann.

Das Risiko dafür ist beim Schwimmen sehr viel geringer, da die Belastung des Körpers durch das Wasser deutlich reduziert wird, was gerade auch Übergewichtigen stark zugute kommt, die ihre Gelenke nicht ständig voll belasten wollen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr eure Beweglichkeit deutlich verbessern könnt – denkt etwa ans Kraulen, wo eure Schultern durch die Zugbewegungen vollkommen in ihrem Bewegungsumfang gefordert werden. Das kann besonders dann für euch wichtig sein, wenn ihr zu den „Schreibtischtätern“ gehört, die aufgrund des vielen Sitzens zu einer schlechten Körperhaltung tendieren und der hintere Deltamuskel unterentwickelt ist.

So oder so ist es sinnvoll, sich mit den Vorteilen des Schwimmens auseinanderzusetzen und durch die neuen Bewegungen im besten Fall “kompletter” zu werden.

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Perfekt, um neue Sachen auszuprobieren!

3 Tipps für besseres Schwimmen

Um dieses Wissen motiviert umzusetzen, habe ich nun drei Tipps für euch, wie ihr in einfachen Schritten euer Schwimmtraining deutlich verbessern könnt, besonders wenn ihr gerade erst am Anfang steht.

Tipp 1 – Die richtige Technik

Auch, wenn ihr nur ab und zu mal Schwimmen geht, gilt: Es steht und fällt alles mit der Technik. Wie ich gerade vor Ort war, haben neben uns die „Schwimmer“ ihr Training absolviert – es ist faszinierend zu sehen, wie gleichmäßig und ruhig sie durch das Wasser ziehen, ihre Zugkraft und Stärke mit der richtigen Gleittechnik kombinieren können und scheinbar widerstandslos durch das Wasser gleiten.

Am besten werdet ihr natürlich immer mit einem Trainer lernen – wenn ihr es auf eigene Faust versuchen möchtet, könnt ihr üben, eure Gleittechnik auszubauen, bei jedem Schwimmzug ein Stück länger zu gleiten. Dies kann gut mit einer Challenge verbunden werden, etwa wenn ihr beobachtet, wieviele Schwimmzüge ihr für eine Bahnlänge benötigt. Ihr werdet überrascht sein, wie motivierend das sein kann, euren „Rekord“ zu brechen und wie sehr ihr die Zahl der benötigten Tempi nach unten drücken werdet.

Tipp 2 – Die richtige Ausstattung

Neben der richtigen Technik spielt die Ausstattung natürlich auch eine gewisse Rolle. So werdet ihr merken, wenn ihr in langen Badeshorts Schwimmen geht, ihr durch den vergrößerten Wasserwiderstand deutlich mehr Kraft aufbringen müsst, als wenn ihr die eng anliegenden Schwimmhosen anzieht (auch wenn die vielleicht nicht immer „cool“ anmuten ;-)).

Gleiches gilt für lange Haare: Hier ist eine Schwimmhaube von Vorteil, wenn ihr an messbaren Fortschritten interessiert seid und ihr den Widerstand deutlich verringern wollt.

Weiters ist eine gute Schwimmbrille wichtig – denn die wenigsten Menschen, die ich kenne, können „blind“ bahnorientiert schwimmen. Öfter werden dabei die Augen geschlossen, bzw. der Kopf über Wasser gelassen, um sehen zu können, was zu einer extrem unnatürlichen Haltung führt und für eure Wirbelsäule nicht gut ist (von den Technikeinbußen mal abgesehen). Die Schwimmbrille ist daher sicherlich die beste Investition, wenn ihr euer Schwimmtraining verbessern wollt.

Wenn ihr wollt, könnt ihr euch noch zusätzliches Equipment holen (das in der Regel im Bad einfach zu nehmen ist), wie ein Schwimmbrett oder (Hand-)Flossen, wenn ihr gezielt isoliert den Beinschlag bzw. Armzug üben wollt.

Diese Dinge sind für mich die Basics, darüber hinaus solltet ihr weiter in die Technik investieren, denn alleine das richtige Equipment bringt euch leider auch nicht weiter. 🙂

Tipp 3 – „Richtig“ schwimmen

Auch im Wasser gibt es Regeln, die ihr beachten solltet, um euch nicht gleich unbeliebt zu machen, bzw. euch wie den größten Anfänger dastehen zu lassen.

Dies beginnt mit der „Rechtsregel“, die besagt, dass ihr auf der rechten Hälfte der Bahn schwimmen solltet, gerade wenn „Gegenverkehr“ herrscht. Es gibt nichts Unangenehmeres, als auf seine Technik und das Training fokussiert zu sein, die Gleitphase auszunutzen und mit gesenktem Kopf dann gegen einen „Geisterschwimmer“ zu stoßen, der die Seite gewechselt hat. Gleiches gilt für das Überholen, wenn ihr hinter einer „Ente“ schwimmt, die euch durch das volle Ausnutzen der Bahnbreite das Überholen unmöglich macht und ihr unter eurem Tempo dahinter herumdümpeln müsst. Don’t be that person! 🙂

Wer überholt, kann den Vordermann dazu am Fuß antippen, woraufhin dieser sein Tempo kurzfristig reduzieren sollte und euch passieren lässt.

Weiters hat derjenige „Vorrang“, der in der Bahn unterwegs ist, also beispielsweise gerade zur Wende ansetzt, wenn ihr dort ins Wasser steigen möchtet. Pausieren gibt es in der Bahn direkt auch nicht, bzw. wenn, dann am Bahnende auf der Seite, da die Wende der aktiven Schwimmer in der Mitte erfolgt.

Wenn ihr diese Grundregeln einhält, habt ihr schon mal viel richtig gemacht und werdet am Schwimmen gleich sehr viel mehr Spaß finden, gerade, wenn die Umgebung für euch noch ungewohnt sein sollte.

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Auf geht’s!

Fazit

Schwimmen ist eine tolle Sportart, die euch tolle Abwechslung bietet und Vorteile für eure Mobility und “eure“ Sportart mit sich bringen kann. Wie ihr seht, könnt ihr mit ein paar einfachen Maßnahmen euer Schwimmtraining um ein Vielfaches effizienter gestalten und werdet dadurch auch gleich mehr Spaß am Sport im Wasser finden.

Ich bin gespannt, wie es euch gefällt! 

Integriert ihr Schwimmen regelmäßig in euren Trainingsplan? 

Schreibe mir gerne hier,

bis zum nächsten Mal,

euer Niko


Über den Autor

Niko ist bei Blog Acht Null unser Blogger für Sport in Graz – neben seinem Jus Studium beschäftigt er sich weiters mit Persönlichkeitsentwicklung, Mentaltraining & persönlichem Wachstum und berichtet dabei auf seinem Blog über seine Erfahrungen in Studium, Sport & Persönlichkeitsentwicklung.

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Bis zum nächsten Mal! Euer Niko
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